Berlin - Springreiter Jörg Naeve hat am Sonntag den mit 40 000 Euro dotierten Großen Preis von Schleswig-Holstein in Kiel gewonnen. Beim Nationenpreis in Barcelona dagegen war das deutsche Springreiter-Team ohne Chance.

Im Finale am Samstag musste sich das deutsche Quartett mit Platz fünf zufriedengeben. In der mit 1,5 Millionen Euro dotierten Prüfung bekam die Equipe von Bundestrainer Otto Becker zwölf Strafpunkte. Sieger wurde Team-Weltmeister Niederlande mit null Abwürfen vor Kanada (4 Strafpunkte), Schweden (8) und Belgien (9). Das niederländische Quartett um Doppel-Weltmeister Jeroen Dubbeldam kassierte 500 000 Euro. Die Deutschen konnten sich immerhin noch mit 110 000 Euro trösten.

Beim internationalen Reitturnier in Kiel setzte sich Naeve mit dem Hengst Cashflow im Großen Preis im Stechen durch. Für den schnellsten fehlerfreien Ritt in 33,91 Sekunden kassierte der 47-Jährige aus Bovenau das Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro. Zweiter wurde der Ire Denis Lynch mit Quote Zavaan (34,11 Sekunden/0 Strafpunkte). Auf den dritten Platz kam der im Stall von Ludger Beerbaum arbeitende Philipp Weishaupt mit Carinou (34,34/0).

Zum Abschluss der Nationenpreis-Serie hatte Becker sein WM-Team geschickt: Noch am Donnerstag hatten Ludger Beerbaum (Riesenbeck) auf Chiara, Christian Ahlmann (Marl) auf Codex One, Daniel Deußer auf Cornet d’Amour und Marcus Ehning (Borken), der allerdings statt seines WM-Pferdes Cornado seinen Hengst Plot Blue gesattelt hatte, den Qualifikations-Umlauf als Dritte beendet. Doch im Finale der besten Acht lief es nicht wie gewünscht: Wie schon zwei Tage zuvor schaffte der deutsche Meister Deußer die einzige Nullrunde. Beerbaum hatte einen, Ahlmann zwei Abwürfe. Ehning lieferte das Streichergebnis mit 16 Fehlerpunkten.