KIEL - Der Ire Cameron Hanley hat beim internationalen Springturnier in Kiel den Großen Preis gewonnen. Der Springreiter verwies auf Livello mit 12/100 Sekunden Vorsprung Franke Sloothaak aus Borgholzhausen auf Rang zwei. Dritter wurde Hanleys Landsmann Denis Lynch auf Tarpan (0/35,57).

Mylene Diederichsmeier aus Steinhagen, die am Sonnabendabend noch das Championat gewonnen hatte, verpasste auf Soloterma mit einem Fehler am letzten Hindernis den Einzug ins Stechen. „So ein Mist. Vielleicht haben wir gedacht, dass es ja nur noch ein Hindernis ist und waren zu unkonzentriert“, sagte Diederichsmeier enttäuscht.

Fehlerfrei im Stechen

Tags zuvor war sie auf ihrem zehnjährigen Hengst Quartz im Stechen ohne Abwurf geblieben und schaffte in 35,87 Sekunden die schnellste Zeit aller neun qualifizierten Reiter. Zweiter wurde der Niederländer Willem Greve auf Ukato (0/37,06) vor Hanley mit Southwind (0/37,73). Der ebenfalls fehlerfreie Borkener Markus Ehning verpasste im Sattel von Anka als Vierter das Siegerpodest nur um 4/100 Sekunden.

Franz-Josef Dahlmann (Sendenhorst) schrammte am Sonnabend am Sieg in der Qualifikation zum Großen Preis knapp vorbei. Mit Lifou kam er mit einem Rückstand von 8/100 Sekunden auf Greve auf Platz zwei. Der Niederländer siegte auf Ude fehlerfrei in 34,08 Sekunden. Johannes Ehning (Borken) hatte auf Salvador lediglich einen Zeitfehler und wurde Dritter.

Grunsven siegt in Dressur

Derweil feierte Dressur-Olympiasiegerin Anky van Grunsven im dänischen Odense einen Weltcup-Doppelsieg. Die Niederländerin setzte sich einen Tag nach ihrem Erfolg im Grand Prix auch in der Kür durch und verwies am Sonntag mit ihrem Pferd Salinero und 81,450 Prozentpunkten die Konkurrenz auf die Plätze. Monica Theodorescu (Sassenberg) musste sich mit dem vierten Platz begnügen.

Ludger Beerbaum konnte indes den Großen Preis beim internationalen Springturnier in Helsinki gewinnen. Beerbaum blieb in beiden Umläufen fehlerfrei und war zwei Sekunden schneller als der Zweite Pius Schwizer (Schweiz). Das Weltcup-Springen gewann der Schweizer Daniel Etter.