Dublin/Verden - Der seit April für die Ukraine startende Ulrich Kirchhoff war beim Nationenpreis-Turnier von Dublin der erfolgreichste deutsche Springreiter. Der gebürtige Lohner ritt am Sonntag im Großen Preis auf den zweiten Platz. Der Doppel-Olympiasieger von Atlanta (1996) benötigte im Stechen mit Carlina 60,59 Sekunden und wurde nur vom siegreichen Iren Cian O’Connnor mit Blue Loyd (56,50) geschlagen. Rolf Moormann aus Großenkneten kam nach zwei Abwürfen mit Acorte auf Rang neun.

Im Nationenpreis hatte die deutsche Mannschaft den fünften Platz belegt und das Finale im September verpasst (die NWZ  berichtete). In der Endabrechnung fehlten die Punkte aus dem Springen in St. Gallen, als das Team zum Schutz der Pferde wegen der schlechten Bedingungen auf einen Start verzichtet hatte. „Uns war schon in St. Gallen bewusst, dass wir unseren Start beim Finale aufs Spiel setzen. Obwohl die Prüfung in Barcelona mit 1,5 Millionen Euro dotiert ist, haben wir dieses Risiko bewusst in Kauf genommen“, kommentierte Bundestrainer Otto Becker: „Die Gesundheit unserer Pferde war uns einfach wichtiger.“

Beim internationalen Reitturnier in Verden gewann am Sonntag Thorsten Wittenberg den Großen Preis. Der 46-Jährige aus Lentföhrden setzte sich im Sattel von Connaught nach fehlerfreiem Stechen in 37,10 Sekunden vor Philipp Weishaupt aus Riesenbeck mit Chico (37,23) durch.

Hinter Andreas Kreuzer aus Sendenhorst mit Wilane (37,61) kam der Japaner Tadahiro Hayashi mit Loretto Classic (38,73) auf Rang vier. Am Vortag waren die Gastgeber nicht so erfolgreich und mussten Andrius Petrovas den Vortritt lassen. Der Litauer gewann überraschend die zweite Qualifikation für den Großen Preis.

Der 40-Jährige setzte sich im Stechen mit Aragon in 38,01 Sekunden durch und verwies den Dänen Sören Pedersen mit Cavetta (38,83) und den Schweden Henrik von Eckerman mit Camilla (39,48) auf die weiteren Plätze. Die beiden schwersten Dressurprüfungen des Turniers gewann Nadine Capellmann aus Würselen mit Girasol.