LEIPZIG - Mit Skepsis und wachsendem Unmut haben Deutschlands Springreiter auf den erneuten Vorstoß der Reiterlichen Vereinigung (FN) im Doping-Kampf reagiert. „Maßnahmen gegen Doping sind wichtig. Aber jetzt gibt es schon wieder neue Listen. Es wird langsam unübersichtlich“, sagte Carsten-Otto Nagel (Wedel) beim Weltcup-Turnier in Leipzig.
Der Weltranglistenerste Marcus Ehning (Borken) befürwortete Trainingskontrollen, kritisierte aber die fehlende Abstimmung zwischen nationalem und internationalem Verband. „Für uns Reiter wäre es sinnvoll, wenn es ein einheitliches Regelwerk geben würde. So ist alles kompliziert“, sagte der Team-Olympiasieger von 2000.
Der deutsche Verband hatte Donnerstag sein Maßnahmenpaket vorgestellt. Die zwei Listen mit für den Wettkampf verbotenen Mitteln wurden ergänzt um eine Aufstellung mit Substanzen, die im Training verboten sind.
Derweil sind die Deutschen erfolgreich ins Leipziger Turnier gestartet. Florian Meyer zu Hartum gewann am Freitag mit Clementine ein Punktespringen. Der 35-Jährige aus dem niedersächsischen Blender setzte sich fehlerfrei in 46,49 Sekunden vor Mario Stevens (Molbergen) mit D'Avignon (48,70) und Thomas Kleis (Gadebusch) mit Cousteau (48,81) durch.
