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NWZonline.de Sport Pferdesport

Erfolgsmacher der Springreiter wird 80

14.02.2019

Lilienthal In der Abenddämmerung des Horsley Parks in Sydney versuchten die deutschen Springreiter, ihren Bundestrainer nach der Medaillenzeremonie zum Siegerfoto auf das Podest zu holen. Doch Herbert Meyer zierte sich lange. Der olympische Triumph am 28. September 2000 sollte allein seinen Reitern und deren Pferden gehören.

„Sydney war bei allen Erfolgen besonders bewegend. Das war damals sein letztes Championat, und wir hatten Gold gewonnen“, erinnerte sich der heutige Bundestrainer Otto Becker, der damals zum Erfolgs-Quartett mit Ludger Beerbaum, Marcus Ehning und Lars Nieberg zählte. 14 Jahre lang hatte Meyer als Nachfolger des tödlich verunglückten Hermann Schridde die deutschen Springreiter betreut. Sydney war der goldene Abschluss.

Unter der Regie des Bremers, der an diesem Donnerstag seinen 80. Geburtstag feiert, holten deutsche Equipen unter anderem drei Mal olympisches Mannschafts-Gold (1988, 1996, 2000), zwei Mal waren sie Weltmeister (1994, 1998), zwei Mal Europameister (1997, 1999). Zudem kehrten Ludger Beerbaum (1992/Barcelona) und Ulrich Kirchhoff (1996/Atlanta) jeweils mit olympischem Einzel-Gold zurück. Insgesamt gewannen Meyers Reiter 16 Medaillen bei Sommerspielen, Welt- und Europameisterschaften.

„Er hatte wirklich ein goldenes Händchen“, meinte Becker. „Die Erfolge, die er hatte, suchen ihresgleichen. Er war als Trainer etwas Besonderes.“ Trotz aller Erfolge war Meyer nie jemand, der das Rampenlicht suchte.

Meyer war vor seiner Trainer-Karriere selbst ein exzellenter Reiter. So ritt er bei zehn Nationenpreisen. Der ganz große Erfolg blieb ihm aber versagt.

Meyer lebt mit seiner Frau Gretel noch immer auf dem von seinen Eltern übernommenen Hof in Lilienthal bei Bremen. Den Reitbetrieb hat er an einen ehemaligen Auszubildenden abgegeben. Er besitze nur noch ein Pony, sagte er. Zu tun hat er dennoch genug: „Ohne Langeweile geht das Leben weiter.“

Seinen 80. Geburtstag wird er so feiern wie die anderen vorher auch. „Wer kommt, ist herzlich willkommen“, sagte Meyer. Einladungen werde es nicht geben. Einige Größen der Szene haben sich schon angesagt. Meyer ist sich sicher: „Die Bude wird voll.“

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