Neustadt/Dosse - Mario Stevens aus Molbergen (Kreis Cloppenburg) war der überragende Springreiter des 14. CSI-Turniers im brandenburgischen Neustadt/Dosse. Der 30-Jährige gewann vier der sechs schwierigen internationalen Prüfungen.
Am Sonntag war er auch im wichtigsten Springen beim Großen Preis erfolgreich. Im Stechen mit 13 Teilnehmern durchquerte er als letzter Reiter mit 36,67 Sekunden auf seiner 11-jährigen Ausnahmestute Corlanda den Parcours am schnellsten und verwies seine überraschend starken Oldenburger „Landsleute“ – den Holdorfer Jan Wernke (Queen Mary/37,56) und den Steinfelder Patrick Stühlmeyer (Lord Lohengrin/37,86) – auf die Plätze zwei und drei. Der Große Preis war mit 23 500 Euro die bestdotierte Prüfung der 26 Springen des mit insgesamt 72 000 Euro Preisgeld versehenen Turniers. An den Sieger gingen allein 5875 Euro.
Bereits am Sonnabend hatte Stevens das mit 15 500 Euro dotierte Hauptspringen gewonnen. In der Siegerrunde, für die sich 16 Reiter qualifiziert hatten, blieb Stevens mit Corlanda fehlerfrei und benötigte für den Parcours 34,53 Sekunden.
Bereits im Vorjahr hatte das Duo in Neustadt diese Prüfung dominiert. „Für mich läuft es im Moment sehr gut. Neustadt ist einfach mein Turnier. Hier fühlen meine Pferde und auch ich uns wohl“, freute sich Stevens und blickte fünf Jahre zurück: „Schon 2008 habe ich den Großen Preis gewonnen. Das ist ein toller Start ins Jahr und gibt viel Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben“, kommentierte er seinen Ritt, mit dem er das Publikum begeisterte.
Platz zwei belegte Felix Haßmann aus Lienen auf Horse Gym’s Balzaci. Auch er blieb ohne Abwurf, überquerte aber erst nach 37,22 Sekunden den Zielstrich. Rang drei sicherte sich Andreas Ripke aus Lohne auf Calmado (0/39,68).
An den vier Turniertagen kamen insgesamt 12 000 Zuschauer in die Graf-von-Lindenau-Halle von Neustadt. „Wir haben uns jedes Jahr ein Stück verbessert“, sagte Veranstalter Herbert Ulonska.
