Vechta - Er ist in Vechta förmlich durch die Halle gefegt: Springreiter Mario Stevens (Molbergen/Landkreis Cloppenburg) hat am Sonnabend im Pferdezentrum den Großen Preis des elften Oldenburger Hallenchampionats gewonnen. Er hatte auf Little Pezi die Konkurrenten im Stechen um den mit 15 000 Euro dotierten Wettbewerb der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg mit einem fehlerfreien und rasanten Ritt (30,47 Sekunden) so beeindruckt, dass ihn Joachim Heyer (Bethen/Stadt Cloppenburg) mal eben zum „schnellsten Reiter Deutschlands“ kürte.

Zwar blieben noch weitere Teilnehmer des S***-Springens fehlerfrei, aber an Stevens Zeit kam keiner auch nur annähernd heran. Dem viertplatzierten Heyer selbst blieb der nicht unerhebliche Trost, die Champions Trophy – die Gesamtwertung der Großen Preise von Rastede, Cloppenburg und Vechta – gewonnen zu haben.

Dass Stevens vor gut gefüllter Tribüne triumphieren sollte, hatte sich nicht angedeutet. Im Normalumlauf des Molbergers hatten doch einige Stangen besorgniserregend gewackelt. Es blieb aber bei einem lauten Klappern, keine einzige fiel. So konnte Stevens am Ende nicht nur den Sieg im Großen Preis, sondern auch den Gewinn des Goldenen Hufeisens der Stadt Vechta als bester Reiter der großen und mittleren Tour feiern. Rang zwei im Großen Preis belegte Janine Rijkens (RFV Elmshorn). Platz drei eroberte Tobias Meyer (RFG Falkenberg/Cloppenburg), der zuvor den Preis der Stadt Vechta – ein S*-Springen mit Stechen – für sich entschieden hatte.

Im Mächtigkeitsspringen der Klasse S* sollte es gleich zwei Sieger geben: Stefan Jensen (RFV Südtondern Leck) konnte auf Constantin ebenso eine 2,10 Meter hohe Mauer überwinden wie der Australier James William Passy (RFV Kuhstedt) auf Yirrkala Elliot. Jasper Kools (RV Oldenburger Münsterland) wurde auf Elvredo Dritter (2,0 Meter).

Als Sieger durften sich auch die Veranstalter der TG Vechta fühlen. Turnierleiter Arnold Fischer und sein Team heimsten jede Menge Lob ein.

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)