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NWZonline.de Sport Pferdesport

Michaels-Beerbaum in B-Kader versetzt

15.01.2014

Thedinghausen /Warendorf Der Verkauf ihrer Spitzenstute Bella Donna hat Konsequenzen. Da sie derzeit über kein Pferd mit WM-Perspektive verfügt, ist Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum (44) am Dienstag aus dem deutschen A-Kader gestrichen worden. Nach Angaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN gehört die Mannschafts-Weltmeisterin nun mit ihrem Pferd Malou zum B-Kader. Vor wenigen Tagen war Bella Donna für viel Geld nach Katar transferiert worden.

Marcus Ehning aus Borken, dessen Pferd Copin vor drei Wochen in die USA verkauft wurde, bleibt mit Plot Blue und Cornado allerdings im so genannten Championats-Kader. Für Bundestrainer Otto Becker hat die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Frankreich (23. August bis 7. September) wegen des Verkaufs von gleich zwei Spitzenpferden mit einem doppelten Schrecken begonnen. „Das schwächt uns natürlich“, kommentierte er die Millionen-Transfers. Viel Auswahl für die angestrebte Titelverteidigung hat der Coach jetzt nicht mehr: „Es wird immer knapper“, sagte er besorgt.

Für Becker kam der am Wochenende bekannt gewordene Verkauf des Olympia-Pferdes Bella Donna allerdings nach eigenem Bekunden nicht mehr überraschend. „Das bahnte sich an“, sagte der 55-Jährige. Aber der Verlust schmerze ihn trotzdem: „Jedes Pferd, das verkauft wird, fehlt mir. Das tut mir weh.“ Das gelte auch für den kurz vor Weihnachten in die USA transferierten Copin von Ehning.

Der Handel von Pferden sei jedoch auch der Motor des Reitsports, gerade in Deutschland. „Wir sind Exportland“, erklärte Becker. Doch noch nie wurden innerhalb so kurzer Zeit zwei Spitzenpferde deutscher WM-Kandidaten verkauft. „Das ist neu“, meinte der Bundestrainer. Bereits im vergangenen Jahr musste er zwei Abgänge von hoffnungsvollen Pferden des B-Kaders verkraften: Acorte von Rolf Moormann (Ahlhorn) und Light on von Rene Tebbel.

Für „richtige Kracher“ gebe es derzeit mehr Nachfragen als Angebote, hat der seit zweieinhalb Jahrzehnten in der Weltspitze reitende Ludger Beerbaum festgestellt: „Deshalb steigen die Preise in den Himmel.“ Seit ein paar Jahren investieren vor allem Saudi Arabien und Katar in Springpferde. Die Besitzer werden angesichts der vielen Millionen schwach, die Reiter trösten sich mit attraktiven Provisionen.

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