• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Pferdesport

Springreiterin Klaphake verliert ihr Paradepferd

20.11.2018

Mühlen Die Springreiterin Laura Klaphake aus Steinfeld (Kreis Vechta) muss zukünftig auf ihr WM-Pferd Catch me if you can verzichten. Paul Schockemöhle aus Mühlen (Kreis Vechta) hat das Weltklasse-Pferd verkauft, es wird zukünftig von der Tschechin Anna Kellnerova geritten.

„Das ist schade, alle sind traurig“, sagte Lauras Vater Joseph Klaphake am Montag. Der Verkauf der zehnjährigen Stute soll einen zweistelligen Millionen-Betrag gebracht haben.

Der Verlust des Pferdes ist eine große Schwächung der Nationalmannschaft, die bei der WM im September in Tryon (US-Bundesstaat North Carolina) mit Klaphake und Catch me if you can Bronze gewonnen hatte. Das Paar gehörte auch zum Siegerteam beim CHIO in Aachen. Ein anderes Pferd auf diesem Niveau reitet Klaphake (24) derzeit nicht, weil Schockemöhle (73) bereits vor einem Jahr Silverstone an die Familie Kellnerova verkauft hatte.

„Paul ist Eigentümer und entscheidet“, sagte Joseph Klaphake, der seit vielen Jahren für Schockemöhle arbeitet. „Für Laura ist das besonders hart“, sagte der Vater: „Vor allem, weil sie das Pferd ausgebildet hat.“

Die Weltreiterspiele stehen derweil vor einer tiefgreifenden Reform. Man habe den Bewerbungsprozess für die Spiele 2022 „auf Eis gelegt“, sagte Präsident Ingmar de Vos vom Reitsport-Weltverband FEI, „weil wir eine gründliche Bewertung der Zukunft dieser Weltreiterspiele vornehmen“.

Eine der wichtigsten Herausforderungen sei die Größe der Veranstaltung, die bei ihrer Austragung in Tryon an ihre Grenzen gestoßen war. „Das Event wurde größer und größer, weil mehr und mehr Athleten und Nationen auf diesem Niveau angelangt sind“, sagte der Belgier.

„Wir sprechen hier über ein Mega-Event, und wir müssen sehen, wie wir die Kosten für den Gastgeber unter Kontrolle bekommen“, sagte de Vos. Man müsse aber auch erfahren, was die Nationalverbände wollen, „weil es für sie immer schwieriger wird, so große Delegationen an den Wettkampfort zu schicken“. De Vos erhofft sich einen guten Austausch mit den Verbänden, die die Probleme ähnlich sehen. „Es ist auch mehr und mehr schwierig, einen Ausrichter für die Weltreiterspiele zu finden“, sagte der 55-Jährige.

Für die Austragung 2018 war Tryon kurzfristig eingesprungen, nachdem Bromont (Kanada) abgesagt hatte. Derzeit werden bei Weltreiterspielen Medaillen in acht Disziplinen (Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Para-Dressur, Reining, Vierspännerfahren, Distanzreiten und Voltigieren) vergeben. Bei der Austragung in Tryon waren 723 Athleten und 727 Pferde am Start.

Weitere Nachrichten:

FEI | Weltmeisterschaft | CHIO Aachen

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.