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NWZonline.de Sport Pferdesport

Nagel verteidigt die deutsche Domäne

17.05.2010

HAMBURG Lokalmatador und Vize-Europameister Carsten-Otto Nagel hat zum zweiten Mal nach 1999 das Deutsche Spring-Derby in Hamburg gewonnen. Der Springreiter aus Wedel siegte mit Lex Lugar im Stechen dank einer Nullfehlerrunde und sicherte sich eine Siegprämie von 35  000 Euro. Nagel verteidigte die deutsche Domäne in Klein Flottbek. Seit Ludger Beerbaum 1998 gab es nur deutsche Sieger.

„Ich bin froh, dass es zum zweiten Sieg gereicht hat. Nach dem Erreichen des Stechens dachte ich, jetzt habe ich nichts mehr zu verlieren“, sagte der 47-Jährige. 1999 hatte Nagel in Hamburg mit Wienerwirbel triumphiert, nun gelang ihm das Kunststück mit dem zehn Jahre alten Hengst Lex Lugar. Eigentlich wollte Nagel mit Calle Cool starten, doch nach einem Sturz musste er am Freitag auf Lex Lugar umsatteln.

Vor 20  000 Besuchern bewies Nagel im Stechen gute Nerven und lieferte in 51,63 Sekunden den schnellsten Nullfehlerritt. Heiko Schmidt aus Neu Benthen mit Coverlady und der Brasilianer Bernardo Alves mit Quentin hatten das Nachsehen. Der große Pechvogel war der Bremer Hergen Forkert. Er stürzte und wurde nur Vierter.

Vorjahressieger Thomas Kleis (Gadebusch) kassierte im Umlauf zwölf Strafpunkte. „Ich bin enttäuscht. Ich habe viele Monate für diese Prüfung trainiert“, sagte Kleis.

In der Dressur sicherte sich Außenseiter Falk Rosenbauer den Sieg. In der 50. Austragung der traditionsreichen Prüfung mit Pferdewechsel setzte sich der 37-Jährige aus Lütjensee durch.

Einen angenehmen Zahltag erlebte Springreiterin Lauren Hough. Die US-Amerikanerin gewann mit Quick Study die zweite Etappe der Global Champions Tour (GCT) und kassierte für den Sieg in der weltweit höchst dotierten Springsportserie 95  000 Euro.

Weltcupsieger Marcus Ehning (Borken) kam mit Küchengirl auf Platz acht und übernahm in der Gesamtwertung mit 66 Punkten die Führung. Hinter ihm liegt Marco Kutscher (Hörstel) mit 65 Punkten auf Rang zwei.

Beim Reitturnier in München landete die fünfmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg) in der Kür auf Platz drei. Die 40-Jährige erzielte im Finale der World Dressage Masters 81,900 Punkte. Eine Klasse für sich war Europameister Edward Gal aus den Niederlanden (88,450).

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