NöRTEN-HARDENBERG - Der Niederländer Jeroen Dubbeldam feierte, die deutschen Springreiter gratulierten: Im strömenden Regen hat der Olympiasieger von 2000 erstmals den Großen Preis von Nörten-Hardenberg gewonnen. Beim Höhepunkt des Burgturniers in der Nähe von Göttingen setzte sich der Niederländer am Sonntag im Stechen mit Simon durch und holte sich den Wanderpreis „Goldene Peitsche“. Denise Sulz (Nagold) wurde nach vier Strafpunkten und 44,28 Sekunden als beste deutsche Teilnehmerin mit ihrem Pferd Acara Dritte.

„Ich bin sehr happy“, sagte Dubbeldam, der die Konkurrenz im Stechen mit seinem fehlerfreien Ritt unter Druck gesetzt hatte. Hinter dem 37-jährigen Sieger, der 44,89 Sekunden benötigte, kam die schnellere US-Amerikanerin Lauren Hough mit Casadora wegen eines Abwurfs nur auf Rang zwei. Das Turnier gehört mit dem Wanderpreis der „Goldenen Peitsche“ zu den Klassikern des deutschen Reitsports.

Vorjahressiegerin Anna-Maria Jakobs scheiterte bereits im Normalparcours. Die 27-Jährige aus Diemelstadt sammelte mit Lausejunge drei Abwürfe. Auch Holger Wulschner (Groß Viegeln), der zum dritten Mal gewinnen und sich die „Goldene Peitsche“ dauerhaft sichern wollte, patzte mit Cefalo am letzten Hindernis.

Am Sonnabend hatte Christian Ahlmann für den einzigen Sieg der einheimischen Reiter in einem wichtigen Springen gesorgt. Der Doppel-Europameister von 2003 setzte sich bei der Trophy mit Firth of Clyde strafpunktfrei in 40,95 Sekunden durch und hängte in der Siegerrunde kurz vor Mitternacht Mario Stevens (Molbergen) mit Mac Kinley um eine Zehntel-Sekunde ab. Das Championat von Nörten-Hardenberg gewann Denis Lynch mit Lacroix (0/36,07) vor Dubbeldam mit Simon (37,35). Marco Kutscher (Riesenbeck) kam als bester deutscher Teilnehmer mit Allerdings (38,15) auf Rang drei.

Beim Nations-Cup-Turnier in Rom haben die deutschen Springreiter Platz fünf belegt. In dem mit Nachwuchsreitern besetzten Team überzeugte Janne-Frederike (Schenefeld), die mit Lambrasco in beiden Runden fehlerfrei blieb. Es gewann Frankreich (4 Strafpunkte vor England (8), Spanien und Irland (beide 12).