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NWZonline.de Sport Pferdesport

Furioser Franzose lässt Rivalen verzweifeln

04.11.2019

Oldenburg Als die Marseillaise in der großen EWE-Arena erklang, fand der Agravis-Cup in Oldenburg seinen stimmungsvollen Abschluss. Nahezu regungslos genoss Julien Anquetin auf Gravity of Greenhill eine der bekanntesten und prägnantesten Nationalhymnen der Welt. Dass dieses Duo derart ruhig stehen kann, war vorher kaum zu erahnen. Denn mit zwei furiosen Ritten hatten der Franzose und sein 13-jähriger Wallach beim Großen Preis von Oldenburg sowohl im Umlauf als auch im Stechen vorgelegt – und mit ihrem finalen Ritt eine Zeit aufgestellt, an der sich alle Konkurrenten danach die Zähne ausbissen.

Der Höhepunkt und die höchstdotierte Prüfung der viertägigen Traditionsveranstaltung hielt bis zum Ende Spannung parat. Anquetin ging als erster von insgesamt 52 Reitern in den Umlauf, er ging auch als erster von neun Startern in das Stechen – und war letztlich dennoch vorn.

35,96 Sekunden legte der Mann aus Bosguérard-de-Marcouville, einer kleinen Gemeinde der Region Normandie, im finalen Stechen vor. Reihenweise verzweifelten die Rivalen fortan daran, irgendwie an dieser Traumrunde vorbeizuziehen. Letztlich waren Patrick Stühlmeyer in 36,20 Sekunden und Jan Wernke (36,47) zwar ganz nah dran, kamen aber nicht vorbei an dem 27-Jährigen. „Ich bin das erste Mal in Oldenburg. Ich hoffe, ich kann wiederkommen“, sagte Anquetin mit einem Lächeln im Gesicht und sicherlich seinem nagelneuen Auto im Hinterkopf, das er als Siegprämie einstrich. Er habe seinen Wallach erst vor einem Jahr gekauft, „dass es so schnell so gut läuft, hätte ich nicht erwartet.“

Gleich eine ganze Reihe an Top-Reitern hatten sich zunächst an dem ersten Umlauf erfolglos abgearbeitet. Der amtierende Deutsche Meister Felix Haßmann, der Sieger der vergangenen beiden Jahre Mario Stevens, die frühere Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth auf ihrem Derbypferd Nupafeed’s la Vista oder auch Guido Klatte junior schafften es nicht, die 15 Sprünge des anspruchsvollen Parcours fehlerfrei in der vorgegebenen Zeit von maximal 66 Sekunden zu absolvieren und sich somit für das Stechen zu qualifizieren. Lediglich neun von 52 Startern gelang die Qualifikation für den finalen Ritt, der umso spannender daherkam.

Anquetin legte rasant vor – und vor allem Stühlmeyer und Wernke sowie die beste Amazone Finja Bormann auf Platz vier (36,88) kamen sehr nah die Zeit des Franzosen heran. „Es war etwas mehr drin, es gab zwei, drei schnelle Wendungen im Stechen, die entscheidend waren“, sagte Stühlmeyer und Wernke gab zu, dass er „sich ein bisschen ärgere. Ich bin nicht ganz zufrieden mit meinem Ritt, das Pferd hatte mehr drauf. Ich hoffe, ich kann auch mal den Großen Preis gewinnen.“

Bereits am Samstag hatte Stühlmeyer den Preis der Agravis und damit die zweite Qualifikation für den Großen Preis gewonnen. Auf dem zehnjährigen Hengst Varihoka du Temple siegte der in Osnabrück aufgewachsene Reiter vor den Augen von Spring-Bundestrainer Otto Becker vor Guido Klatte junior (Lastrup). „Ich kam sehr gut in das Turnier und bin sehr zufrieden“, meinte Stühlmeyer, der gleichzeitig als bester Oldenburger Reiter geehrt wurde. „Hier sind sehr viele deutsche Reiter dabei, das ist eine gute Gelegenheit, sich einen Überblick zu verschaffen und Absprachen zu treffen“, begründete Bundestrainer Becker seinen Besuch in Oldenburg.

„Wir sind mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden. Der Donnerstag als Feiertag hat in Sachen Zuschauer-Resonanz richtig gut getan“, zog Turnierchef Dr. Kaspar Funke indes eine positive Bilanz. „Der Agravis-Cup hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Der Grundgedanke, mit jungen Pferden und jungen Reitern neben den altbekannten und etablierten Namen anzutreten, hat sich bewährt“, resümierte Funke.


Bilderstrecke unter   www.nwzonline.de/fotos-sport 
Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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Otto-Ulrich Bals Autor
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