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Agravis-Cup In Oldenburg Turnier startet mit traumhaften Vorzeichen

Oldenburg - Sie ist bereits in der Dressur bei Olympischen Spielen geritten, bei Weltreiterspielen, bei Europameisterschaften – und auch der Agravis-Cup in Oldenburg hat einen festen Platz im Terminkalender von Therese Nilshagen. „Ich freue mich schon seit ein paar Monaten auf das Turnier“, sagt die Schwedin, die sich mit der Equipe ihres Heimatlandes erst im August dieses Jahres bei der EM in Rotterdam die Bronzemedaille gesichert hatte.

Wenn das Traditionsturnier von diesem Donnerstag an bis Sonntag wieder tausende Reitfans in der großen EWE-Arena fasziniert, sattelt natürlich auch die 36-Jährige – wenn auch nicht ganz nach Plan. „Ich habe mich mit meinem besten Pferd Dante Weltino auf Oldenburg vorbereitet, doch leider hat er sich erkältet“, berichtet die Skandinavierin, die nach dem Abitur nach Deutschland gekommen war, um die Sprache zu lernen und bis heute geblieben ist.

Louisdor Preis beliebt

So eine Weltklasse-Reiterin hat aber natürlich einen Plan B in der Tasche. Mit For Romance, einem zehnjährigen Oldenburger, sattelt sie im Louisdor Preis. „Das ist mein gefragtester Deckhengst auf der Station“, sagt Nilshagen, die als Chefbereiterin im Dressurleistungszentrum Lodbergen, einer Ortschaft in Löningen (Kreis Cloppenburg) ist. Er solle nun immer mehr an den großen Sport herangeführt werden, in vollen Hallen Erfahrungen sammeln.

Der Zeitplan an diesem Donnerstag

8 Uhr: Dressage Cup, Einlaufpr. Reiter U25 / Intermediaire II - national9.20 Uhr: Louisdor Preis, Einlaufprüfung, nat. Dressur Kl. S Nachwuchspferde13 Uhr: Int. Springprüfung Kl. L 13.30 Uhr: Int. Springprüfung Kl. M14.30 Uhr: Int. Springprüfung Kl. S15.50 Uhr: nat. Dressurprüfung Kl. S 17.30 Uhr: nat. Dressurprüfung Kl. L** 18.45 Uhr: Kür der Vereinsmannschaften, Dressurprüfung Kl. Aca. 20 Uhr: Pause20:30 Uhr: Kür der Vereinsmannschaften, 2. Teil

„Der Louisdor Preis ist dafür eine super Serie mit einer unglaublich hohen Wertigkeit“, erklärt die Schwedin. Die internationale Dressurserie für acht- bis zehnjährige Pferde, für die Oldenburg die letzte Saison vor dem Finale in Frankfurt darstellt, ist bei den Aktiven sehr beliebt. „Hier sind die Stars der Zukunft zu sehen, die künftig bei den großen Events dabei sind. Da gucken alle ganz genau hin“, sagt Nilshagen. Bereits an diesem Donnerstag (9.20 Uhr) startet der Louisdor-Preis mit einer Einlaufprüfung, am Freitag (18.15 Uhr) folgt die Prüfung der Klasse S.

Ansonsten setzen der Turnierveranstalter Escon Marketing und Turniersponsor Agravis auf die bekannten Stärken des Traditionsturniers – mit einem zusätzlichen Plus. Dass der Auftakt an diesem Donnerstag an einem Feiertag stattfindet und abends die ohnehin beliebte Kür der Vereinsmannschaften stattfindet, spielt den Machern voll in die Karten. „Ich schätze, wir haben schon am Donnerstagabend ein volles Haus. Das Turnier startet unter traumhaften Vorzeichen“, sagt Turnierchef Dr. Kaspar Funke. Die Mannschaftsdressur, die um 18.45 Uhr startet (und auch vom Lokalsender Oeins übertragen wird), habe sich „unglaublich gut entwickelt“, betont Funke. In diesem Jahr seien 16 Teams am Start, die wieder viele Freunde und Familienangehörige mitbringen.

„Dürfen ganz stolz sein“

„Wir dürfen da schon ganz stolz sein, wie sich der Agravis-Cup entwickelt“, erwartet Funke am Samstag, der mit dem Galaabend (ab 20 Uhr) einen showreichen Abschluss findet, und Sonntag eine nahezu ausverkaufte Arena.

Für die Springreiter steht indes an diesem Freitag (20.45 Uhr) die erste Internationale S-Zeitspringprüfung mit dem Preis der Oldenburger Wirtschaft an. Sie ist die erste Qualifikation für den Großen Preis von Oldenburg, der am Sonntag ab 14.50 Uhr als höchstdotierte Prüfung den Höhepunkt darstellt. In den vergangenen beiden Jahren hat diesen jeweils Mario Stevens gewonnen. In Felix Haßmann, Jan Wernke, Hendrik Sosath, Tobias Meyer, Sandra Auffarth, Guido Klatte junior oder Maurice Tebbel sowie den schnellen Niederländern hat jedoch große Konkurrenz gemeldet.

In der internationalen Dressur geht es derweil beim Grand Prix am Freitag (14.50 Uhr) für die Reiter um die Qualifikation für den Grand Prix Special am Samstag (11.50 Uhr) oder die Grand Prix Kür am Sonntag (12.15 Uhr). Therese Nilshagen wird sich diese Prüfungen aufgrund der Erkältung von Dante Weltino nur von den Zuschauerrängen aus ansehen. „Es ist sehr schade, ich hätte gern mit ihm gesattelt“, sagt der Stammgast bei dem Oldenburger Turnier – zum Glück hat sie mit dem Oldenburger For Romance ohnehin einen Plan B in der Tasche.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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