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NWZonline.de Sport Pferdesport

Strahlemann landet Kür-Coup mit starkem Resultat

04.11.2019

Oldenburg Der Sieger im Grand Prix und Grand Prix Special, Hubertus Schmidt, und die Siegerin im wichtigen Louisdor Preis, Dorothee Schneider, gönnten sich einen freien Sonntag – und so war am Nachmittag in der letzten schweren Dressurprüfung in Oldenburg in der Grand Prix Kür die Bühne frei für sieben nicht minder gut ausgebildete Paare. Allen voran Matthias Bouten (Sonsbeck) mit Meggle’s Boston wusste die Gunst der Stunde zu nutzen. Mit 77,840 Prozentpunkten feierten der Oldenburg-Sieger von 2015 und sein 13-jähriger Hengst einen ebenso bemerkenswerten wie verdienten Kür-Triumph.

Dr. Evi Eisenhardt (Rosbach), eine seit Jahren bei internationalen Großereignissen tätige Richterin, bescheinigte den Spitzenpaaren „ein sensationell hohes Niveau“. Das galt auch für Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) mit Ballentines (75,610) und der drittplatzierten Britin Lara Butler mit Kristjan (74,315).

Bouten, der bis Mai 2018 sieben Jahre lang als Bereiter bei Isabell Werth gearbeitet hat, strahlte über das ganze Gesicht. „Das war international das überhaupt beste Ergebnis von Boston. Das Pferd hat sich großartig entwickelt“, freute sich der 35-jährige Pferdewirt über seinen Coup.

Der heimliche Star der Dressur-Wettbewerbe jettete derweil an den vier Turniertagen zwischen Oldenburg und Nürnberg hin und her. Dorothee Schneider, Team-Olympiasiegerin aus Framersheim, dokumentierte einmal mehr ihre reiterliche Extraklasse und qualifizierte sich beim Agravis-Cup mit gleich zwei Pferden für das Finale im Louisdor Preis Anfang Dezember in Frankfurt. Mit den zehnjährigen Halbbrüdern Quantum Vis (73,093 Prozent) und Mister-C (72,00 Prozent) setzte sich Schneider in der großen Arena souverän vom 12er-Starterfeld ab. Mister-C ging dabei seinen ersten Grand Prix überhaupt erst.

Hubertus Schmidt (Borchen), der mit seiner neunjährigen Oldenburger Stute Toscana (70,140) als einziges Paar im Louisdor ebenfalls die 70-Prozentmarke knackte, musste sich mit dem „undankbaren“ dritten Rang begnügen. Der Agravis-Cup bot die letzte Chance, das Final-Ticket der wertgeschätzten Serie zu lösen – und nur die zwei bestplatzierten Pferde des Nachwuchspferde-Grand-Prix qualifizierten sich.

Dafür konnte sich der Team-Olympiasieger von 2004 über zwei andere Erfolge freuen. Mit dem zehnjährigen Hengst Escolar, 2018 Sieger in Oldenburg im Louisdor Preis, kam Schmidt im Grand Prix auf stolze 74,935 Prozentpunkte. Die Britin Lara Butler mit Kristjan (72,457) und Matthias Bouten (Xanten) mit Meggle’s Boston (72,326) folgten mit deutlichem Abstand.

Dass von Schmidt und dem schmucken Westfalen Escolar zukünftig noch viele Galaauftritte zu sehen sein werden, unterstrich das Paar auch eindrucksvoll im Grand Prix Special. Mit 75,511 Prozentpunkten verwies Schmidt die Konkurrenz aus Anabel Balkenhol auf Davinia la Douce (71,596) und Laura Tomlinson auf Rose of Bavaria (71,404) auf die Platz zwei und drei.

Nicht für den Grand Prix und den Special – wie überhaupt für die schwere Tour – hatte Dorothee Schneider gemeldet. Die Ausnahmereiterin stellte lediglich ihre hochtalentierten Nachwuchspferde Quantum Vis und Mister-C vor und zeitgleich beim Nürnberger Turnier den achtjährigen Fürst Magic in der finalen Burgpokal-Qualifikation.

Die Teamweltmeisterin hatte ihre Gründe: „Die bisherigen Louisdor-Qualifikationen liefen immer zeitgleich mit großen Turnieren ab, auf denen ich unterwegs war. Deswegen bin ich froh, mich auf den letzten Drücker noch für Frankfurt qualifiziert zu haben“, entschuldigte sich Schneider für ihre zwei Oldenburger Kurzauftritte.

Die Reiterin ist für ihre Akribie und ihren Fleiß bekannt – so verwunderte es auch nicht, als sie betonte: „Wenn ich in Oldenburg auch noch den Grand Prix geritten wäre, hätte ich mich wahrscheinlich nur verzettelt. So aber konnte ich mich ganz auf die jungen Pferde konzentrieren.“ Der Erfolg gab ihr recht.

Otto-Ulrich Bals Autor
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