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NWZonline.de Sport Pferdesport

Sieger-Wallach mit viel Musik im Blut

05.11.2018

Oldenburg Pferde lernen schnell – und hören offenbar auch gern Musik. Kathleen Keller jedenfalls konnte sich beim Agravis-Cup auf ihren Partner San Royal 3 verlassen. „Der geht die Kür ausgesprochen gern. Als die Musik erklang, war er gleich noch animierter“, freute sich die 28-Jährige über ihren keineswegs überraschenden Erfolg am Sonntagnachmittag in der internationalen Vier-Sterne-Prüfung Grand Prix Kür. Der elfjährige Oldenburger Wallach verzeichnete mit seiner glücklichen Reiterin stolze 76,935 Prozentpunkte.

Und in der Tat: Auch dem Laien war es während der Vorstellung nicht verborgen geblieben. San Royal 3 hatte, von der Musik getragen, in den Arbeitsmodus geschaltet. Der Schwarzbraune wollte partout keinen Fehler machen. „Das ist dann schon ein tolles Gefühl für mich als Reiterin, wenn er die Lektionen so angeht“, kommentierte Keller ihren rundherum gelungenen Auftritt.

Das Resultat fiel damit sogar noch ein wenig besser aus als bei ihrem gemeinsamen Premieren-Sieg im Mai im Deutschen Derby in Hamburg (76,804). Keller, in Appen bei Hamburg beheimatet, feierte damit nicht nur einen souveränen Erfolg, sondern stellte ein nochmals verbessertes Pferd im Dressur-Viereck vor. Die Zuschauer in der großen Arena sahen einen ausdrucksstarken San Royal 3, der sich auch am Ende der Grand Prix Kür noch sehr kraftvoll präsentierte. Das überzeugte das Richterteam um den international anerkannten Juror Christoph Hess (Warendorf).

Auch ihre ärgste Konkurrentin in diesem Wettbewerb, die zweimalige Team-Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin Ingrid Klimke (Münster), erkannte den Auftritt des Siegerpaares neidlos an. Für Klimke und Franziskus 15 (74,835) blieben Rang zwei vor der Britin Lara Butler auf Kristjan (73,860).

Die Münsteranerin Klimke hatte für Oldenburg ihre Kür leicht verändert. Ihren Auftritt in der großen Arena nahm sie als Probelauf für das Turnier in Stuttgart, wo sie mit Franziskus 15 erneut angreifen will. „Zu Hause hat das deutlich besser geklappt als nun unter den Turnierbedingungen. Ich war einfach zu schnell“, räumte die 50-jährige Ausnahmereiterin ein.

Anderer Wettbewerb, gleiches Glücksgefühl: Denn schon am Tag zuvor beim Grand Prix Special wusste der Sieger zuerst auch gar nicht wohin mit der ganzen Freude. „Ich bin so sehr, so sehr zufrieden“, schwärmte Marcus Hermes über seinen gelungen Auftritt im Dressurviereck mit seinem achtjährigen Westfalen ZINQ Abegglen FH: „Er hat einfach alles, er kann alles – ich habe noch nie zuvor ein so gutes Pferd gehabt.“ Gleichwohl gilt sein dunkler Wallach in der Tagesarbeit mitunter als ein nerviger Kostverächter. „Ja, mal nimmt er einen Apfel, dann wieder nicht. Oder eine Futtermischung: Da passiert es immer wieder einmal, dass ihm das zehn Tage später überhaupt nicht mehr schmeckt. Bei der Ernährung ist er echt wählerisch“, verriet Hermes, der als Bereiter auf dem Freiberger Hof im westfälischen Nottuln arbeitet.

Ernährung hin oder her: Pferd und Reiter verwiesen am Samstagnachmittag die Trakehner Hengste Heuberger TSF mit Anabel Balkenhol (73,000 Prozent) und Imperio mit Hubertus Schmidt (72,574) mit einer starken Leistung (73,170) auf die Plätze zwei und drei. Für Hermes war der Auftritt in der Oldenburger Arena zugleich ein ganz besonderer. „Abegglen geht nicht wirklich viele Turniere, das war heute unser erster richtiger Special und den haben wir auch gleich gewonnen”, freute sich der Pferdewirtschaftsmeister über seinen Coup beim Agravis-Cup.

Otto-Ulrich Bals Autor
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