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NWZonline.de Sport Pferdesport

Pferde sammeln reichlich Kilometer

13.11.2018

Oldenburg /Molbergen Als Springreiter Mario Stevens vor einigen Tagen den Großen Preis von Oldenburg gewann, hatte er einen relativ kurzen Weg nach Hause. Von der großen EWE-Arena aus musste der 36-Jährige danach nur rund 50 Kilometer ins heimische Molbergen im Kreis Cloppenburg zurücklegen.

Dass Stevens an Sonntagabenden früh zu Hause ist, ist nicht die Regel. „So 20 bis 30 Turniere“ bestreitet er im Jahr, damit verbunden ist der entsprechende Reisestress. Den empfindet Stevens aber nicht als belastend. „Das ist inzwischen alles sehr gut organisiert“, sagt er: „Im ersten Moment klingt das aufregender, als es letztlich ist.“

Das, was angeblich gar nicht so aufregend ist, hat mit Lüttich zu tun. Am Flughafen der belgischen Stadt versammeln sich regelmäßig dienstags oder mittwochs Springreiter aus Westeuropa mit ihren Pferden. Mit Chartermaschinen, die auf den Transport von Pferden ausgerichtet sind, geht es dann in die Städte, in denen in den folgenden Tagen große Turniere anstehen – meist mit dem Hauptspringen am Sonntag. Das kann innerhalb von Europa sein, manchmal geht es auch nach Asien. „Man trifft sich am Flughafen und quatscht viel miteinander. Man kennt sich ja in der Szene“, berichtet Stevens, der die etwas mehr als 300 Kilometer lange Strecke von Molbergen nach Lüttich regelmäßig samt Pferdeanhänger zurücklegt. Die Springreiter selbst würden manches Mal in derselben Maschine wie ihre Pferde reisen, manchmal ginge es, erzählt Stevens, aber auch erst einen Tag später mit einem regulären Flug in den Turnierort.

Um den Sport Springreiten auf höchstem Niveau ausüben zu können, ist die entsprechende körperliche Fitness unabdingbar. „Dreimal pro Woche, immer vormittags“, absolviert Stevens, der in diesem Jahr im nordrhein-westfälischen Balve auf Talisman de Mazure den deutschen Meistertitel gewann, ein Fitnesstraining. Dazu komme natürlich noch die eigentliche Arbeit im Sattel. Ist er also ein Profi-Springreiter? „Nein“, sagt er nach längerem Überlegen, „der Begriff trifft es nicht richtig. Denn das ist ja nur ein Teil von dem, was ich mache.“

Was er sonst noch macht, war jüngst in Oldenburg zu sehen. Den Großen Preis gewann er auf Landano OLD, einem neunjährigen Wallach. Dieser wiederum stammt aus der familieneigenen Zucht. Natürlich dienen Turniere auch dazu, die Pferde dort ins Schaufenster zu stellen, denn Stevens ist eben auch Händler. Landano OLD, mit dem er bereits zum zweiten Mal in Oldenburg triumphierte, sei allerdings unverkäuflich. „Wenn man im Sport mitreden will, dann muss man solche Pferde auch mal behalten”, sagt Stevens.

Hauke Richters
Leitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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