OLDENBURG - Für Aufregung sorgte die harte Kritik der Richter. Der RV Höven gewann die Teamdressur der Klasse A.
Von Wolfgang Wittig
OLDENBURG - Am Ende haben sie nicht nur die strengen Wertungsrichter auf ihrer Seite gehabt, sondern auch die 3000 Zuschauer: Das Missionsgymnasium St. Antonius aus Bad Bentheim gewann gestern mit seiner Vorführung „Madagaskar“ das Kostüm-Finale des Schulwettbewerbs Reiten, das während der Oldenburger Pferdetage in der Weser-Ems-Halle ausgetragen wurde. Die 30 Jungen und Mädchen überzeugten mit einer farbenfrohen Version des Zeichentrick-Kinofilms. Eine ähnlich starke Nummer zeigten die Schüler des Lothar-Meyer-Gymnasiums aus Varel. Mit „We are the World“ belegten die Friesländer Platz zwei.Für Aufregung hatte die Kritik der Wertungsrichterin Katarina Wüst aus München gesorgt. „Die scharfe und zum Teil unfreundliche Form der Bewertung gefiel mir nicht“, kommentierte Günther Westermann, „Erfinder“ des Schulwettbewerbs. Wüst wies die Kritik aber zurück: „Wie sollen die Schüler Fehler abstellen, wenn sie ihnen nicht aufgezeigt werden.“ Sie und Richterkollege Peter Schmitz (Essen) stellten bei fast allen Teams fest, dass in diesem Jahr wesentlich
mehr Wert auf die Show, die Auswahl der Kostüme und Requisiten gelegte wurde.
Im Punktespringen mit Joker der Klassen eins bis sechs war Mareike Middeke (Haupt- und Realschule Bösel) auf Night Fire im Stechen nicht zu schlagen. Das Paar verwies Guido Klatte (HS/RS Lastrup) auf Zaster und Maik Schwarz (HS/RS Dinklage) auf Casandra auf die Plätze. Bei den Schülern ab Klasse sieben holte Oliver Lake (RS Haselünne) auf Frida die Siegerschärpe. Im Stechen musste sich Christina Oebius (Ulrichsgymnasium Norden/Dimanch) knapp geschlagen geben.
Bei der Siegerehrung versprach Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann, dass der Schulwettbewerb auch 2006 stattfindet.
Umjubelte Sieger in der Mannschaftskür Dressur für Vereine wurde gestern Abend das Quintett des RV Höven. Mit einer konstant guten Leistung hielt es die Konkurrenz auf Distanz und war mit 19,2 Punkten nicht zu schlagen. Eine ebenfalls starke Leistung reichte dem RFV Rheiderland (18,6) zu Platz zwei.
