OLDENBURG - OLDENBURG - Gleich in doppelter Hinsicht feierte der ehemalige Deutsche Meister Michael Klimke in der Weser-Ems-Halle eine Premiere. Auf der einen Seite war es sein erster Start bei den Pferdetagen und auf der anderen Seite der erste Sieg in einem Grand Prix Special für sein Pferd Bacchus de Light.
„Es lief noch nicht alles perfekt, aber wir sind auf dem richtigen Weg“, bilanzierte der 36-jährige Rechtsanwalt aus Münster. Er ritt als viertletzter Teilnehmer ein und profitierte auch von den Patzern seiner Mitbewerber. Allerdings zeigte der 10-jährige Bacchus de Light eine tolle Vorstellung. Gerade in der Passage, den Pirouetten und den Verstärkungen spielte das Duo seine Stärken aus. Als Lohn knackte das Paar die 70-Prozent-Marke.
Platz zwei ging an Jonny Hilberath auf Fariano. An dritter Stelle folgte Kaderreiterin Ellen-Schulten Baumer auf Weltino, die mit etlichen Fehlern im zweiten Teil der Vorstellung eine bessere Platzierung verpasste. Noch schlimmer erwischte es Gina Capellmann-Lütkemeier, am Sonnabend noch stolze Grand-Prix-Gewinnerin. Für die Mitfavoritin blieb nur ein enttäuschender
sechster Rang.
Einzige Oldenburger Vertreterin war die in Vechta beheimatete US-Amerikanerin Catherine S. Haddad mit Maximus JSS. Nachdem sie am Sonnabend in der Qualifikation um 6.15 Uhr starten musste, schaffte sie gerade den Einzug in den Special. „Ich war richtig sauer, dass ich bereits mitten in der Nacht bei meinem Heimturnier starten musste“, so die Reiterin. Am Ende war sie mit Platz 13 im Special aber dennoch zufrieden.
Kritik musste sich Turnierchef Funke in Sachen Terminplanung anhören. „In meiner Laufbahn habe ich noch nie einen Grand Prix geritten, der um 6.15 Uhr anfing“, so der ehemalige Deutsche Meister Rudolf Zeilinger. Auch Klimke war nicht begeistert, zeigte aber auch Verständnis: „Wir müssen froh sein, dass Dressuren ausgeschrieben werden, aber im nächsten Jahr muss Dr. Funke für kostenlosen Kaffee zu nachtschlafender Zeit sorgen.“
Vergebens hielten die Zuschauer Ausschau nach Vorjahressiegerin Lisa Wilcox. Die Vize-Mannschaftsweltmeisterin war in den vergangenen Jahren immer das dressursportliche Aushängeschild der Pferdetage und verabschiedete sich 2004 von ihren Oldenburger Fans, weil sie jetzt in einem Dressurstall in der Schweiz beschäftigt ist.
