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NWZonline.de Sport Pferdesport

Reiten: „Optimale Vorbereitung     ganz wichtig“

24.09.2014

Ganderkesee Dreieinhalb Wochen ist es inzwischen her, dass Sandra Auffarth Reit-Geschichte schrieb. Als erste Vielseitigkeitsreiterin überhaupt gewann die Kauffrau aus Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) Doppel-Gold bei der WM in Frankreich. Sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft war die 27-Jährige auf ihrem französischen Wallach Opgun Louvo nicht zu schlagen und wurde anschließend vor allem in ihrer Gemeinde ausgiebig gefeiert.

Nun, dreieinhalb Wochen nach ihrem Triumph, haben sowohl Pferd als auch Reiterin wieder zur Ruhe gefunden. Auffarth hatte nach dem großen Trubel Zeit, ihren Erfolg Revue passieren zu lassen, sich aber auch Gedanken über ihren Sport zu machen. So äußerte sie sich nun erstmals in einem Interview zu den Unfällen, die es zuletzt in der Vielseitigkeit gegeben hat.

„Natürlich muss man sich mit dem Thema befassen. Es gilt, sich entsprechend vorzubereiten, das richtige Pferd auszuwählen, um diesen Sport zu betreiben. Dazu muss man gut trainiert, und immer den Anforderungen entsprechend ausgebildet sein“, sagte Auffarth. Angst spiele bei ihr keine Rolle, wenn sie auf ihren „Wolle“, wie sie selbst ihren Wallach nennt, steigt.

Die Vielseitigkeit – bestehend aus Geländeritt, Dressur und Springreiten – hatte vermehrt Schlagzeilen gemacht, weil sie vor allem im anspruchsvollen Gelände Gefahren für Mensch und Tier bergen kann. So stürzte im Juni Benjamin Winter in Luhmühlen mit seinem zehn Jahre alten Wallach Ispo so schwer, dass er im Krankenhaus seinen Kopfverletzungen erlag. Winter gehörte der gleichen Trainingsgruppe an, in der auch Auffarth trainiert.

Die 27-Jährige hielt sich bislang mit Kommentaren zu diesem Thema zurück. Nun betonte sie: „Es gibt viele Dinge, die man in der Vielseitigkeit berücksichtigen muss. Man darf nicht mit zu jungen Pferden zu schwierige Prüfungen reiten. Zudem muss man optimal vorbereitet sein, den Kurs in- und auswendig kennen.“ Da in der Vielseitigkeit alle drei Disziplinen mit einem Pferd bestritten werden müssen, bedarf es einer langen Ausbildungszeit, sagte Auffarth. Fast alle Spitzen-Reiter hätten ihr Pferd selbst ausgebildet, die Tiere „müssen dem Reiter im Gelände zu hundert Prozent vertrauen“. Genau das sei dann auch das „unglaubliche Gefühl“ für den Reiter selbst, wenn man merke, dass „das Pferd alles für einen gibt und blind vertraut“.

Seit 2007 nimmt die Ganderkeseerin mit „Wolle“ an Turnieren teil. Damals wurde er aus Frankreich für 10 000 Euro nach Deutschland verkauft. Auffarth arbeitete jahrelang intensiv mit dem Wallach zusammen, um ihn auf dieses Niveau zu hieven. Heute ist „Wolle“ schätzungsweise eine Million Euro wert.

„Er ist etwas ganz Besonderes“, sagte die Doppel-Weltmeisterin. Man merke ihm nach der WM an, dass er weiß, „dass er etwas Spezielles geleistet hat. Er ist stolz und zufrieden.“ Sie stelle das an seinem Gesichtsausdruck, den Augen und an dem Ohrenspiel fest, erläuterte Auffarth und berichtete weiter: „Jetzt ist ,Wolle’ unglaublich ausgeglichen. Vor der WM stand er nach zwei Stunden am Tor und schien sagen zu wollen, dass wir weiter arbeiten müssen. Jetzt ist er total entspannt und steht vier bis fünf Stunden auf der Weide.“

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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