Rastede - Ginge es nach Schlagerstar Udo Jürgens, startet das Oldenburger Landesturnier in diesem Jahr richtig durch. Denn mit 66 Jahren fängt ja bekanntlich alles erst an. Doch das traditionelle Reitturnier muss niemand neu erfinden. Auch bei der 66. Auflage vom 22. bis 27. Juli können die Organisatoren vom Rasteder Renn- und Reitverein wieder auf eine Menge Bewährtes zurückgreifen.
„Wir haben an einigen Stellschrauben gedreht und uns noch professioneller aufgestellt“, sagte Turnierleiter Jan-Christoph Egerer beim Pressegespräch am Donnerstag. Gleichwohl wartet auf die Verantwortlichen des Landesturniers auch in diesem Jahr wieder eine große logistische Herausforderung.
Denn erneut sollen 30 000 Zuschauer im Schlosspark auf ihre Kosten kommen, wenn etwa 1000 Aktive in 100 Prüfungen sechs Tagen lang um die begehrten Preise und Titel kämpfen: In den Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit und Fahrsport sowie bei der traditionellen Stutenschau des Oldenburger Züchterverbandes.
„Die neuen Prüfungsserien der jungen Dressur- und Springpferde sowie die Prime-Time-Tour waren im Vorjahr ein voller Erfolg und werden sicher auch dieses Mal viele hochkarätige Reiter nach Rastede locken“, ist sich Egerer sicher.
Zu den sportlichen und züchterischen Höhepunkten in diesem Jahr gehören erneut die Oldenburger Meisterschaften in Springen, Dressur, Vielseitigkeit und Zweispänner-Fahren, die Große Tour Dressur mit der Intermediaire II und dem Grand Prix de Dressage. Auf großes Interesse stoßen werden aber auch die die Qualifikationsprüfungen für das Bundeschampionat in Dressur und Springen sowie die Championatsprüfungen der Reitponys des Pferdestammbuchs Weser-Ems.
Reagiert haben die Ausrichter auf den tragischen Unfall in der Vielseitigkeit im vergangenen Jahr. „Wir haben die Ausschreibung verschärft und die Streckenführung gleichzeitig entschärft“, sagte Organisationschef Torsten Schmidt. Beim Querfeldeinritt war der Hengst Likoto von Reiterin Merle Wewer (PSV Löningen-Ehren) vermutlich an einem Aorta-Abriss gestorben. „Das war ein tragischer Unfall, der nicht mehr passieren sollte“, hofft Schmidt.
Eine Änderung gibt es auch in der Dressur. Das Viereck im Waldbereich (D 1) wird zum Abreiteplatz umfunktioniert, während alle Wettkämpfe nun zentral neben dem Springplatz stattfinden werden. Die Höhepunkte nach Tagen sortiert, lesen sich wie folgt: Donnerstag (Stutenschau mit Brillantring-Präsentation), Freitag (Gelände Vielseitigkeit), Sonnabend (Vierspänner/Gelände), Sonntag (Großer Final- und Familientag).
Kinder bis 15 Jahre haben an allen Tagen freien Eintritt.
