RASTEDE - Die Besucher in Rastede sahen dennoch guten Sport. Spannung verspricht die Dressur.
Von Wolfgang Wittig und Michael Heinen
RASTEDE - Das Landesturnier steht in diesem Jahr unter einem besonders guten Stern. Der Wettergott scheint seine Verfehlungen nach der verregnetenVeranstaltung 2005 wieder gut machen zu wollen. Doch so dick hätte er es nun doch nicht auftragen müssen.
Die Reiter mussten die Prüfungen mit ihren Pferden bei 33 Grad im Schatten abreiten. Allerdings hatten die Richter für alle Teilnehmer „Marscherleichterung“ ausgegeben.
In die Qualifikation für das Finale um die Oldenburger Landesmeisterschaft mussten die Ponyreiter und die Jugend. Bei den Ponyreitern liegt nach den beiden Wertungsprüfungen Maike Hinz vom FRV Neuenkirchen auf ihrem Pferd Mozart in Führung vor Laura Klapphake (RV Oldenburger Münsterland) auf Loughnatousa Falcon und Victoria Klatte (Klein Roscharden) auf Nightgirl.
Zum „Tag des letzten Hindernisses“ avancierte das zweite Wertungsspringen bei der Jugend. Viele der Teilnehmer in der Springprüfung Klasse M scheiterten erst am letzten Hindernis, einem Oxer. Parcoursbauer Hans Sattler hatte auch schnell den Grund dafür gefunden. „Die Hindernisse des Parcours waren in relativ leichter Reihenfolge aufgebaut, beim Anreiten des letzten Hindernisses gingen viele der Reiter dann auf Risiko und schon war es passiert.“ Dennoch gab es sechs Nullfehlerritte. Die Nase vorn hatte Annika Brüggen (RFV Löningen-Böen-Bunnen) auf Quebec.
Am späten Nachmittag zeigte Gerd Wehlau vom RFV Rodenkirchen, dass er zu den besten Reitern seines Fachs zählt. In der Springprüfung Klasse L, hier waren die Senioren 40 Plus am Start, siegte er auf Lagero ohne Fehler in 46,78 Sekunden. Werner Hagstedt (RV Ganderkesee) in der Zeit von 50,53 Sekunden auf Alcatraz sowie Hermann Tönjes (RC Hude) auf Sure Lady in 50,67 Sekunden waren etwas langsamer.
Ein spannender Zweikampf zeichnet sich in der Dressurmeisterschaft in der Altersklasse der Reiter ab. Claudia Schröder vom RV Höven und Katharina Suhlmann von der Rg Klein Roscharden gewannen jeweils eine Wertungsprüfung der Klasse M. Suhlmann gewann mit ihrem Daiquiri erst vor vier Wochen die Goldmedaille der Weser-Ems-Meisterschaften. Doch auch Schröder und die drittplatzierte Anja Wilimzig vom RFV Hausstette dürfen sich noch Hoffnungen machen.
Katharina Suhlmann war nicht nur mit ihrer Leistung zufrieden, sondern auch mächtig stolz auf ihre Tochter Friederike. Die holte zum Doppelschlag aus und gewann mit Robbiani’s Flair beide Wertungen der U 21-Jugendmeisterschaft. „Sie ist toll geritten, und ich werde ihr im Finale ganz fest die Daumen drücken“, so Mutter Suhlmann. Doch auch Friederike war stolz: „Meine Mama bekommt für zehn Siege in der Klasse S am Sonnabend in Rastede das Goldene Reitabzeichen überreicht“.
