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NWZonline.de Sport Pferdesport

Landesturnier In Rastede: Das bedeuten die Klassen im Springreiten

25.07.2019

Rastede Wer in dieser Woche im Rasteder Schlosspark den Durchsagen zuhört, auf die Leinwände blickt oder einfach die Ergebniszettel studiert, der sieht vor allem eines: ganz viele Buchstaben. Sie stehen für die Klassen, in denen Reiter und Pferde bei der 71. Auflage des Oldenburger Landesturniers antreten. Was aber bedeuten sie genau?

Die NWZ hat mit Jasper Kools gesprochen. Der Springreiter des RV Oldenburger Münsterland gehört zu den Dauergästen in Rastede, startet unter anderem in der Großen Tour und fungiert als stellvertretender Vorsitzender des Reiterverbands Oldenburg inzwischen auf dem Landesturnier auch als Bindeglied zwischen Reitern und Turnierverantwortlichen. „E-A-L-M-S heißt die einfachste Eselsbrücke, mit der man sich im Turniersport die Klasseneinteilung am besten merken kann“, sagt Kools. Diese sind durch die Leistungsprüfungsordnung definiert.

„Hochklassig besetztes feld“

„Das ist sicherlich ein Ziel, das man im Unterbewusstsein hat“, sagt Jasper Kools angesprochen auf die Frage, ob er beim Großen Preis an diesem Sonntag (ab 15.30 Uhr) ganz vorne mitmischen könne. Der 29-jährige Diepholzer hat beim Landesturnier bereits einmal den Rasteder Champion (erstes Springen der Großen Tour) und einmal das Championat (zweites Springen der Großen Tour) gewonnen: „Insgesamt aber freue ich mich einfach, dass so viele starke Reiter für Rastede zugesagt haben. Wir haben ein großes und hochklassig besetztes Teilnehmerfeld, das wird richtig spannend.“

E-Springen

„Das E steht für Einsteiger. Hier ist alles am einfachsten und leichtesten gehalten“, erklärt Kools. Die Hindernisse haben in dieser Klasse eine Höhe von 85 Zentimetern, der Parcours ist recht linear gehalten und es ist die einzige Klasse, in der noch keine Wassergräben als Hindernisse erlaubt sind. Jeder Reiter soll dadurch die Möglichkeit erhalten, den Einstieg in den Reitsport zu bewältigen.

A-Springen

„Das A steht für Anfänger. Es ist die erste Klasse, die durch Sterne noch einmal untergliedert ist“, schildert Kools. Die Höhen der Hindernisse steigen auf 95 Zentimeter (A*) bis 1,05 Meter (A**). „Der Parcours kann bereits Kombinationen enthalten, ist insgesamt aber noch relativ einfach gehalten“, so Kools. In den E- und A-Klassen finden zudem viele Stilspringen statt. Das bedeutet, dass es nicht nur darum geht, fehlerfrei über die Hindernisse zu kommen. Es wird vielmehr auch das stilistisch gute Reiten bewertet, ob der Reiter in der Springausbildung auf dem richtigen Weg ist und wie zum Beispiel der Sitz des Reiters ist.

L-Springen

„Das L steht für leicht. Das Niveau wird aber natürlich höher“, erklärt Kools. Die Höhe der Hindernisse steigt auf 1,15 Meter, im L-Springen gibt es keine weitere Sterne-Unterteilung. „Grundsätzlich gilt in jeder Klasse, dass der Parcoursbauer eine Varianz von fünf Zentimetern in der Höhe einbauen kann“, erklärt Kools. Häufig sei der Einstieg in einen Parcours etwas niedriger, hinten heraus kann es aber ein Stück höher werden. „Im L-Springen wird mehr abverlangt. Es werden technische Distanzen eingebaut, das reiterliche Können wird immer wichtiger“, meint der Reiter. So kann es hier zum Beispiel bereits eine Dreierkombination geben, Wassergräben dürfen zudem eine Breite von drei Metern haben.

M-Springen

„Das M steht für mittelschwierig, das reiterliche Geschick wird immer bedeutender“, sagt Kools. Die Höhen der Hindernisse steigen auf 1,25 Meter (M*) bis 1,35 Meter (M**). Die Abstände zwischen den Hindernissen variieren nun je nach Parcours immer mehr, „die Galoppsprünge werden dabei kürzer oder weiter. Der Parcoursbauer gibt Reiter und Pferd immer mehr Möglichkeiten, durch schnelle Wendungen und kurze Wege Zeit zu gewinnen.“ Die Weiten der Wassergräben steigen im M-Springen auf bis zu vier Meter.

S-Springen

„Das S steht für schwierig. In dieser höchsten Klasse gibt es am meisten Unterteilungen“, beschreibt Kools. Mit jedem Stern werden die Hindernisse fünf Zentimeter höher. Im nationalen Reitsport gibt es S*: (1,40 Meter), S** (1,45), S*** (1,50) und S**** (1,55), im internationalen Bereich gibt es dann sogar noch S***** (1,60). „Hier wird dem reiterlichen Können und der Rittigkeit des Pferdes alles abverlangt. Die Distanzen und die Art der Gestaltung der Hindernisse sind nun so schwierig, dass sie stark selektieren“, sagt Kools. Bestes Beispiel ist der Große Preis der Öffentlichen Oldenburg, der an diesem Sonntag ab 15.30 Uhr als S***-Springen die hochwertigste und höchstdotierte Prüfung der Großen Tour des Oldenburger Landesturniers abschließt. Im 1. Umlauf versuchen sich zahlreiche Reiter daran, den Parcours fehlerfrei und im Rahmen der Zeitvorgabe zu bewältigen, um in das anschließende, entscheidende Stechen zu kommen. Häufig kommen aber nur eine Handvoll Paare durch. „Die Parcoursbauer kennen die Stärken der Reiter sehr genau. Sie stellen dann knifflige Aufgaben hin, um die Spreu vom Weizen zu trennen“, sagt Kools. Im Stechen mit weniger Hindernissen geht es dann voll auf Geschwindigkeit, viele Reiter gehen durch schnelle Wendungen hohes Risiko, um die entscheidenden Zehntelsekunden zu gewinnen.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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