RASTEDE - Da lachte das Herz von Josef Klaphake vom Stall Schockemöhle. Er und sein Team hatten für die Springpferdeprüfungen in Rastede eine ganze Armada von jungen Pferden benannt und den richtigen Riecher gehabt. Die Schockemöhle-Equipe, immerhin Pferdesportler aus mehr als zehn Nationen sowie 100 Pferde, fuhren reihenweise Siege und Platzierungen ein. „Die Konkurrenz ist groß und wir sind natürlich stolz darauf, vor dieser Kulisse erfolgreich zu sein“, sagte Klaphake.
Bester Jockey am Mittwoch war Alois Pollmann-Schweckhorst, der mit Stakkabro, einem fünfjährigen Hannoveraner Hengst, die Prüfung mit der Wertzahl 8,80 gewann. Weitere Siege in den Abteilungen gingen an Mario Stevens (Lastrup) mit Last Night, Luis Jesus Escobar (RV Oldenburger Münsterland) mit Calvios und Christian Temme (RV Oldenburger Münsterland) mit Kantunaro.
Doppel-Olympiasieger Ulrich Kirchhoff wird wohl nicht mehr an den Start gehen. Zu tief sitzt der Schock über den Verlust seines Pferdes am Dienstag.
Als männerfreie Zone konnte die Dressur-Jugendmeisterschaft des Oldenburger Reiterverbandes bezeichnet werden. Kein einziger männlicher Teilnehmer ging an den Start. Um die ersten drei Plätze in der ersten Wertung gab es einen spannenden Kampf. Den besten Start erwischte Lena Weifen (RFG Falkenberg). Die junge Reiterin zeigte eine nahezu fehlerfreie Runde, und zwei der drei Preisrichter sahen sie auf Platz eins. Freudestrahlend nahm sie die goldene Siegerschleife entgegen. Zweite wurde Julia Funke (RFV Cappeln), Tochter des Pferdetage-Veranstalters Kaspar Funke, an dritter Stelle folgte Katharina Meyer (RV Ahlhorn).
Leinenkünstler Rainer Duen stellte im Schlosspark unter Beweis, dass er nicht nur mit vier Pferdestärken, sondern auch mit zwei PS umgehen kann. Der Weltmeister der Vierspänner schnupperte am Mittwoch schon mal in den Wettbewerben der Zweispänner Rasteder Turnierluft. In der Dressur setzte er sich überlegen mit mehr als fünf Prozentpunkten Vorsprung durch. Beim Hindernisfahren musste er sich jedoch geschlagen geben. Hier setzte sich Jens Damm vom RC Friederikensiel mit seinen Pferden Fabuleux und Watz durch.
Im Blickpunkt stehen an diesem Donnerstag die Wertungen der Oldenburger Meisterschaft, bei denen in Prüfungen bis zur schweren Klasse geritten wird. Die Oldies treten am Abend im Springen an. Bei den Züchtern stehen die Reitpferdewettbewerbe und die Elite-Stutenschau des Verbandes der Oldenburger Züchter im Blickpunkt.
