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NWZonline.de Sport Pferdesport

Pferd und Reiter sehen in Rastede völlig neue Bilder

26.07.2019

Rastede Der Mann rückt sein Basecap zurecht. 36, 37 Grad sind kein Pappenstiel. Vor allem, wenn man wie Karsten Humme mitten auf dem Turnierplatz in Rastede steht. Da knallt die Sonne. „Mal was anderes“, sagt Humme in Anspielung an so manchen Regentag vergangener Jahre.

Veränderung ist auch das Stichwort für die Vielseitigkeitsreiter beim 71. Oldenburger Landesturnier. Parcourschef Humme hat umgebaut. „In diesem Jahr haben wir für die beiden Prüfungen A und L komplett neue Hindernisse aufgestellt, die wir eigens aus Süddeutschland besorgt haben“, erzählt Humme. Ihm sei es wichtig, den Reiterinnen und Reitern und ihren Vierbeinern neue Bilder anzubieten. „Jahr für Jahr die gleichen Hindernisse zu sehen, kann auf Dauer auch langweilig werden“, ergänzt er.

Die Optik ist das eine, der Anspruch an eine A- als auch L-Prüfung sowie die Sicherheit das andere. Humme, der in der Vielseitigkeit die Befähigung zum Richter, Parcoursbauer und Technischen Delegierten erlangt hat, ist seit mehr als zehn Jahren im Schlosspark dabei. Der 59-jährige Salzberger weiß, worauf es ankommt: „Der Reiter muss die Aufgabe rechtzeitig sehen und lösen können.“

Und so baut Humme anspruchsvolle, gleichwohl „nur faire Sprünge“ auf. Ob beim Jagdspringen oder im Gelände gilt „safety first“. Beide Prüfungen finden in Rastede zudem an einem Tag, an diesem Freitag (Springen Klasse A ab 7.30 Uhr, L ab 9.30 Uhr – Gelände: L ab 14.30 Uhr, A ab 16.15 Uhr), statt. Eine Besonderheit sticht dabei sofort ins Auge. Etliche Hindernisse weisen eine sogenannte Bürste auf. Das ist getrocknetes Schilfrohr (wie bei einem Reetdach), das circa 30 Zentimeter lang auf dem Hindernisrücken in die Höhe ragt.

„Das haben die Pferde schnell heraus. Da streifen sie mit den Hupfen leicht und locker durch, ohne dass sie vor dem darunter liegenden Holzbalken oder Baumstamm stoßen und es zum harten Aufprall kommt“, weiß Humme, der ebenso in Rastede auf die mittlerweile in der Vielseitigkeit üblichen Weg-Klapp-Hindernisse (MIM-System) setzt.

Übrigens, dass die Hindernisse für den Laien mitunter so wuchtig erscheinen, hat einen simplen Grund: Das Hindernis soll genau das tun, nämlich den Reiter beeindrucken. „Denn dann nimmt der Reiter das Hindernis nicht zu leicht. Er reitet die Aufgabe konzentriert und mit Respekt an“, erläutert Humme.

Eine gute Voraussetzung für die anstehenden Aufgaben verschaffte sich am Donnerstag Jelte Merit Meyer mit Tullibards Knight of the Night. Die Reiterin vom Ammerländer RC führt nach der A-Dressur mit 44,70 Strafpunkten vor Ann-Carin Böltes (RURV Rastede) mit Coco Chanel und Antonia Peiß (PSV Löningen) mit Diabas (beide 46,20).

In der L-Wertung überzeugte Loort Fleddermann (RC Hude) die Richter mit der zehnjährigen Stute Obella (37,80 Strafpunkte). Titelverteidigerin Johanna Wetjen (Ammerländer RC) geht als Zweite mit ihrem Wallach Lord Herbal (38,10) in den zweiten Tag der Vielseitigkeit. Pauline Knorr (RV Ganderkesee) mit Quantana (38,60) folgt auf Rang drei. Auch sie trotzten der Hitze. So wurden im Richterhäuschen 37,8 Grad gemessen. Chapeau!

Otto-Ulrich Bals Autor
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