RASTEDE - Ein Blick auf die extremen Wassermassen, die noch am Montag über den Weg zum Dressurviereck vor dem Schloss gerauscht waren, ließ bei Dierk Wardenburg Schlimmes erahnen. Der seit vielen Jahren als Berater für die Dressur auf dem Landesturnier zuständige Mann aus Berne brauchte allerdings nicht lange nach einer Lösung zu suchen. Kurzerhand ließ er den traditionellen Platz sperren und die Teilnehmer an der Dressur zum Abreiten auf einen ungeliebten Rasenplatz umleiten. Der ursprüngliche Abreiteplatz wurde in der Zwischenzeit mit einem Belag aus Sand- und Vliesgemisch befüllt und erhielt einen Ruhetag verordnet.

Mit diesen „Notfallplänen“ machte sich Wardenburg bei den Dressurreitern nicht gerade beliebt, denn diese haben gerne einen weicheren Untergrund. Doch der Organisator ließ sich nicht erweichen: „Ich habe die Reiter vor die Wahl gestellt: Heute auf etwas schlechterem Boden zu starten und dafür an den restlichen Tagen auf dem gewohnt hervorragenden Rasteder Geläuf.“