RASTEDE - RASTEDE - Der Große Preis der Öffentlichen Versicherungen war an Spannung nicht zu überbieten. Sechs der 28 Starter qualifizierten sich für Stechen. Joachim Heyer legte als dritter Teilnehmer Null und 41,31 Sekunden im Sattel von Paramo vor. Kaum einer auf den Rängen glaubte noch eine schnellere Zeit, aber das Publikum hatte seine Rechnung ohne den Niederländer Gerald Geesink mit seinem Pferd Diagonal gemacht.
Der 32jährige Profi, der für einen Stall in Gronau reitet, machte richtig Tempo. Den letzten Sprung ritt er im gestreckten Galopp an, und sein Risiko zahlte sich aus. Null in 41,31 Sekunden stand auf der Anzeigetafel, und die 9000 Zuschauer tobten. Heyer wurde Zweiter, der Ahlhorner Rolf Moormann belegte mit Zenus den dritten Platz. Doppeleuropameister Ulrich Kirchhoff hatte am ersten Sprung einen Abwurf und verpasste die Teilnahme am Stechen.
Durch den Sieg hatte Geesink auch die Wertung zum erfolgreichsten Reiter für sich entschieden. „Ich reite Diagonal erst seit knapp drei Monaten“, sagte er nach der Ehrenrunde. „Ich habe bisher junge Pferde ausgebildet und habe jetzt mit dem elfjährigen Diagonal einen echten Kracher für den großen Sport.“
Erfolgreich verlief die Premiere des Teamspringens der Bezirksverbände. Die Oldenburger Equipe mit Daniel Wolke, Janne Sosath, Annika Brüggen und Hendrik Sosath gewann mit einem Abwurf in 175,73 Sekunden klar. Das Emsland folgte mit 12 Fehlerpunkten in 175,91 Sekunden, und an dritter Stelle rangierte der BZV Osnabrück mit 21,50 Punkten. Schlusslicht war Ostfriesland mit 24 Strafpunkten.
Eine spannende Renaissance feierte das Mächtigkeitsspringen. Bei diesem Wettbewerb der Gladiatoren unter den Springreitern setzte sich Peter Wernke vom RSC Handorf-Langenberg durch. Er überwand die 2,10 Meter hohe Mauer fehlerfrei.
Fast vier Sekunden Vorsprung ritt sich Sören Pedersen im Buddelei-Speed-Derby heraus. Mit Linaro zischte er nur so durch die Hindernisbahn. „Gegen diesen rasenden Dänen war kein Kraut gewachsen“, entfuhr es dem Zweitplatzierten Oliver Ross vom RV Aller-Weser. Dritter wurde Holger Prekel, Vereinskamerad von Peter Wernke.
