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NWZonline.de Sport Pferdesport

Routinier spielt ganze Erfahrung aus

23.07.2018

Rastede Samba de Janeiro. Allein der Name kündigt schon Rhythmus im Blut an. Und die elfjährige Stute von Rolf Moormann hielt tatsächlich, was ihr Name verspricht. Als letztes Paar gingen der Routinier und sein Prachtpferd am Sonntag in das Stechen um den Großen Preis der Öffentlichen Oldenburg bei der 70. Auflage des Landesturnier in Rastede. Der Höhepunkt der sechstägigen Traditionsveranstaltung bot Spannung bis zum letzten Sprung – und einen routinierten Sieger, der trotz des großen Zeitdrucks die Ruhe bewahrte.

„Ich mache das ja jetzt schon seit so vielen Jahren, da hat man natürlich eine gewisse Erfahrung“, sagte der 43-jährige Großenkneter, der für den RV Ahlhorn startet. 35,00 Sekunden brauchte er für die 270-Meter-Bahn im Stechen, bei der er mit Samba de Janeiro sieben Sprünge absolvieren musste: „Ich habe heute von Anfang an ein gutes Gefühl gehabt und bin glücklich, dass es geklappt hat.“

Hartwig Rohde (RUFV Lastrup) hatte in fehlerlosen 35,57 Sekunden auf Böckmanns Lord Pezi Junior eine Zeit vorgelegt, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbiss – auch der spätere Drittplatzierte Jan Wernke (RSC Handorf-Langenberg) auf Chap (36,05). Bis zum letzten Paar hielt Rohdes Führung, bis Moormann und Samba de Janeiro über die Hindernisse tanzten. „Ich wusste, dass Hartwigs Zeit sehr schnell war und dass für uns nur volle Attacke zählt“, berichtete der Sieger und charakterisierte Samba de Janeiro als „routiniertes Pferd, das schon einige große Prüfungen geritten hat.“

Parcoursbauer Werner Tapken hatte den 19 Startern bei der mit 20 000 Euro am höchstdotierten und mit drei Sternen hochwertigsten S-Springprüfung des Landesturniers zunächst einen anspruchsvollen Umlauf hingestellt. Auf einer Bahnlänge von 450 Metern waren insgesamt zwölf Hindernisse zu bewältigen. Die Zeitvorgabe von 78 Sekunden durfte dabei nicht überschritten werden, um das anschließende Stechen zu erreichen. „Unser Wunschergebnis ist, dass sechs bis acht Reiter ohne Strafpunkte durchkommen“, sagte Tapken – und schaffte eine Punktlandung. Acht Reiter blieben fehlerlos und gingen in das Stechen, in dem mit Moormann, Rohde und Wernke drei Reiter aus dem Nordwesten dominierten.

Bestplatzierte Amazone im Großen Preis war auf Rang fünf Stephi de Boer (Reit- u. Fahrv. Hagen St. Martinus), die auf ihrem Wallach Facebook ebenfalls fehlerfrei blieb und nach 37,62 Sekunden die Zeitschranke passierte.

Den Auftakt der Großen Tour mit dem Rasteder Champion hatte am Donnerstag Hilmar Meyer (RUFV Schwarme) gewonnen. Das LzO-Championat am Freitagabend entschied Johannes Ehning für sich. Der Reiter vom ZRFV Borken trat allerdings nicht mehr beim Großen Preis am Sonntag an.

Die Gesamtwertung in der Großen Tour gewann indes Hilmar Meyer, Vorjahressieger im Großen Preis, mit 93,000 Punkten. Es folgten Rohde (91,000) und de Boer (86,500) auf den Plätzen zwei und drei.

Wie schon an den fünf Tagen zuvor strahlte die Sonne auch am Sonntag über dem Rasteder Schlosspark – und mit ihr die Macher der Veranstaltung. Etwa 33 000 Besucher genossen an den sechs Tagen hochklassigen Reitsport – und die Spannung bis zum letzten Sprung.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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