Hamburg - Ein legendärer Parcours, ein traditionelles Springen und viel Geld: Das traditionsreiche Spring- und Dressur-Derby in Hamburg versucht, sich jedes Jahr mit Rekorden im weltweiten Verdrängungswettbewerb der Millionen-Turniere zu behaupten – bislang mit Erfolg.

Die Veranstalter stehen aber unter Druck. Denn der spektakuläre Spring-Parcours mit den legendären Hindernissen allein lockt die Reit-Elite längst nicht mehr nach Klein Flottbek. Dass die Besten der Besten in die Hansestadt reisen, liegt an der Global Champions Tour. In diesem Jahr ist die lukrativste Springsportserie zum zehnten Mal zu Gast.

Das Gesamtpreisgeld für das von Mittwoch bis Sonntag dauernde Derby-Turnier stieg um 25 Prozent auf 1,4 Millionen Euro, der Etat erreicht mit 3,35 Millionen Euro ebenfalls einen Höchstwert. Zudem wurde der Klassiker um einen Tag verlängert, indem nun der Mittwoch ein regulärer Turniertag ist. Die Organisatoren hoffen, dass noch mehr Besucher an den fünf Tagen kommen als im Vorjahr. 2016 wurde die Marke von 90 000 Zuschauern durchbrochen.

Das Springen am Sonntag ist mit 120 000 Euro dotiert. 2016 schaffte kein Paar den Kurs ohne Strafpunkte, im Stechen gewann Billy Twomey mit Diaghilev. Der Ire war der erste ausländische Reiter seit 19 Jahren, der im Derby triumphierte. Er ist auch in diesem Jahr mit seinem Erfolgspferd am Start.