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NWZonline.de Sport Pferdesport

Pferdesport: Reit-Legende zieht sich mit 87 aus Berufsleben zurück

11.03.2014

Braunschweig Langanhaltende Ovationen gab es zum Abschied, aber keine Tränen. Hans Günter Winkler neigt nicht zu übermäßigen Sentimentalitäten. Nichtsdestotrotz war es sehr emotional, als der inzwischen 87-Jährige das Ende seiner beruflichen Tätigkeit mit rund 5000 Menschen feierte. Winkler genoss die Zeremonie zu seinen Ehren. „Das hätte jedem gefallen“, sagte der Mann, der bei seiner Verabschiedung in Braunschweig als „lebende Legende“ und als „Sport-Held“ bezeichnet wurde.

Fast 5000 Menschen standen auf und klatschten, als Winkler beim Abschluss der anrührenden Feier in einer 100 Jahre alten Motorkutsche aus der Halle gefahren wurde. HGW, wie er überall genannt wird, beendet seine Tätigkeit als Vermarkter von Reitturnieren und schließt seine Agentur HGW-Marketing.

„Ich wusste, dass es ein Abschied wird, aber nicht so ein Abschied“, sagte der ergriffene Winkler, der von mehreren Laudatoren mit Superlativen überhäuft wurde. Moderator Christian von Plettenberg erzählte charmant und mit Pathos aus dem Leben und über die wichtigsten Erfolge: „Lassen wir das auf der Zunge zergehen. Hans Günter Winkler nahm an sechs Olympischen Spielen in Folge teil und kam jedes Mal mit mindestens einer Medaille nach Hause.“

Mit fünf Goldmedaillen ist HGW der erfolgreichste Springreiter in der Geschichte des olympischen Sports. Genauso berühmt wie Winkler selber ist seine Stute Halla, die den verletzten Reiter 1956 zu Gold trug. Und auch Reitsport-Laien ein Begriff ist. In seinem folgenden Berufsleben war Winkler nicht ganz so erfolgreich. Als Vermarkter arbeitete er nach dem Ende der sportlichen Laufbahn 1986, mit seiner Sport- und Event-Marketing-Gesellschaft war er weiter in der Reitsport-Szene aktiv.

Auch mit 87 Jahren hat Winkler noch Pläne und Ziele. „Bisher war ich im Marketing aktiv, jetzt mache ich weiter mit meinem Ausbildungszentrum“, sagte er: „Ich will Reiter und Pferde herausbringen für großen Sport.“ Öffentliche Auftritte werden seltener werden. Winkler bleibt dem Reitsport freilich verbunden, etwa mit seiner Stiftung oder mit Turnierserien wie dem HGW-Nachwuchschampionat und dem Goldenen Sattel.

Nach Braunschweig will Winkler aber auf jeden Fall zurückkommen, denn das Turnier Löwen Classics ist für ihn etwas ganz Besonderes, weil er an der Gründung 2002 maßgeblich beteiligt war. Das Publikum reagierte mit langem Applaus, als HGW ankündigte: „Ich bleibe euch erhalten – solange ihr wollt.“

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