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NWZonline.de Sport Pferdesport

Reiter drehen die Zeit zurück

13.07.2016

Rastede Umbauten, Änderungen und Erneuerungen hat es in der langen Geschichte des Oldenburger Landesturniers en masse gegeben. Sie alle sollten letztendlich dem Wohl von Pferd und Reiter dienen, die Organisation vereinfachen oder dem pferdesport-interessierten Zuschauer einen besseren Überblick verschaffen.

Dass die gute Absicht auch mal nicht zündet, mussten die Verantwortlichen der Traditionsveranstaltung im Vorjahr bei der 67. Auflage erfahren. Der Große Preis von Rastede war vom angestammten Sonntagnachmittag-Termin auf den Sonnabendabend vorgerückt – und schließlich nach einem Starkregentag buchstäblich ins Wasser gefallen. Der Höhepunkt der Springreiter-Prüfungen fand nun doch am Sonntag statt.

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Richtig, Wetterkapriolen gehören ebenfalls seit Jahrzehnten zum Landesturnier. Davor ist das Organisationsteam um den umtriebigen OK-Chef Torsten Schmidt nie gefeit. Gleichwohl wird der Große Preis in diesem Jahr von vornherein wieder am Schlusstag (Sonntag, 24. Juli) ausgeritten.

„Wir haben im großen Kreis zusammengesessen, mit den Reitern und Sponsoren gesprochen. Der Tenor ist einheitlich. Die Große Tour startet jetzt am Mittwoch und endet als Höhepunkt für das Publikum wieder am Sonntag“, erklärte Schmidt bei der offiziellen Vorstellung des Programms zum 68. Oldenburger Landesturnier im Rasteder Schlosspark (19. bis 24. Juli). Turnierleiter Jan-Christoph Egerer sattelte noch etwas drauf, als er erklärte: „Das Preisgeld wurde um 5000 Euro auf jetzt 25 000 Euro angehoben – damit ist der Große Preis die höchstdotierte Prüfung des gesamten Turniers.“

Insgesamt ist die Große Tour, zu der außer dem Großen Preis auch der „Rasteder Champion“ und das „LzO-Championat“ gehören, mit 45 000 Euro dotiert.

Vorjahressieger Mario Stevens, der sich 2015 im Sattel von El Bandiata die Siegerschleife im Großen Preis sicherte, wird die große Tour in diesem Sommer wohl ebenso wieder in Angriff nehmen wie der damalige Zweitplatzierte Patrick Döller (mit Cordoba).

Nach Angaben der Rasteder Veranstalter haben sich zudem Johannes Ehning, Guido Klatte jun., Jasper Kools, Patrick Stühlmeyer und natürlich der Oldenburger Meister 2015, Hartwig Rohde, für das Landesturnier angekündigt.

Ganz besonders freuen sich die Organisatoren darüber, dass Sandra Auffarth, Olympiasiegerin, Mannschaftseuropameisterin und aktuelle deutsche Meisterin in der Vielseitigkeit, nach Rastede kommt. Auch die Bergedorferin zählt zu den Stammgästen. Unmittelbar vor dem Abflug zu den Olympischen Spielen nach Rio Ende des Monats nutzt Auffarth einmal mehr die Möglichkeit, ihre Nachwuchspferde in den verschiedenen Springprüfungen vorzustellen.

An Prüfungen wird es bei dem Mammutturnier erneut nicht fehlen. Mit 114 Wettbewerben in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren ist das Prüfungsspektrum erneut so umfangreich und vielfältig wie auf kaum einem anderen Turnier dieser Art in Europa.

Fast 1000 Reiter aus rund 20 Nationen haben eine Nennung für das Landesturnier abgegeben. Sie bringen 2500 Pferde mit und haben an die 3000 Startplätze reserviert.

Bei allen Umbauten und Veränderungen der vergangenen Jahren: Die außergewöhnliche Vielfalt bleibt dem Landesturnier erhalten.

Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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