Rastede - Ob Oldenburger Meisterschaft, Rasteder Championat, Großer Preis oder Grand Prix de Dressage: Von Dienstag bis Sonntag (23. bis 28. Juli) kämpfen rund 1000 Reiter im Rasteder Schlosspark wieder um die attraktiven und begehrten Titel in Parcours, Viereck und Gelände. Beim 65. Oldenburger Landesturnier fallen an sechs Tagen 102 Entscheidungen in den Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren.
Zwischen der Einlaufprüfung für Dressurponys am frühen Dienstagmorgen und dem Großen Preis am Sonntagnachmittag setzen die Gastgeber des Renn- und Reitvereins Rastede und des Reiterverbandes Oldenburg erneut auf abwechslungsreiche Wettbewerbe. Ein breites Spektrum bietet auch das Teilnehmerfeld von Talenten aus der Region bis hin zu international erfolgreichen Startern, angeführt von Sandra Auffarth, Team-Olympiasiegerin in der Vielseitigkeit. Die 26-jährige Ganderkeseerin meldete für die Prüfungen der Klassen A und L sowie für mehrere Spring-Wettbewerbe.
Ebenfalls an den Start gehen die Springreiter Markus Beerbaum, Weltcupsieger und Mannschafts-Weltmeister, Johannes Ehning, Titelverteidiger im Großen Preis, der Lohner Ulrich Kirchhoff (Doppel-Olympiasieger 1996) sowie Mario Stevens (Molbergen), der im Vorjahr rekordverdächtige 15 Siege in Rastede einfuhr. Dieses Jahr hat der 31-Jährige vor allem die neu geschaffene und mit insgesamt 40.000 Euro dotierte „Prime-Time-Tour“ im Blick. „Sie ist für Reiter und Zuschauer eine interessante Neuerung“, bemerkt er. Denn ab Donnerstag gibt es täglich zwischen 19 und 21 Uhr hochklassige Springprüfungen zu sehen, die am Sonntag (16 Uhr) mit dem Großen Preis enden. Die Höhe der Gesamtpreisgelder liegt in diesem Jahr bei rund 120 000 Euro.
Herzstück des Landesturniers bleibt der Geländeritt der Vielseitigkeitsreiter, die am Freitag (16.30 Uhr) querfeldein über Hindernisse und Wassergräben jagen. Am Sonnabend (15.15 Uhr) nehmen dann die Vierspänner ihre rasante Fahrt durch den Schlosspark in Angriff.
„Dem Nachwuchs eine Chance“ heißt es beim Talentförderpreis von Reiterverband und Öffentliche Versicherungen, der nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr zum zweiten Mal ins Programm genommen wurde. Die besten Talente starten am Sonntag vor den Finals auf den Hauptplätzen.
Der Final-Sonntag, an dem alle wichtigen Entscheidungen fallen, hat sich aus Veranstaltersicht bewährt. Die begehrten Titel werden am Schlusstag im Stunden-Takt vergeben – vom Oldenburger Meister bis zum Grand Prix de Dressage.
