’S-HERTOGENBOSCH - Missratener Auftakt für die deutschen Springreiter beim Weltcup-Finale im holländischen ’s-Hertogenbosch: Keiner blieb am Donnerstag im Zeitspringen ohne Abwurf. Als bester Starter liegt Marcus Ehning (Borken) auf Sabrina mit 65,87 Sekunden auf Platz neun. Es führt nach der ersten Prüfung Rich Fellers (USA) mit Flexible (60,26 Sekunden).
Zweitbester Deutscher ist Philipp Weishaupt (Riesenbeck), der mit Souvenir (67,52) auf Platz 14 kam. Marco Kutscher (73,48) belegt mit Satisfaction Rang 23. Enttäuschend war das Abschneiden von Christian Ahlmann (Marl). Der Titelverteidiger liegt nach drei Abwürfen mit Taloubet (76,09) auf Platz 26. Rang 28 hat Ludger Beerbaum (79,68) inne, der Chaman gesattelt hatte.
Derweil will Dressur-Reiterin Isabell Werth beim Weltcup-Finale beweisen, dass sie eigene junge Pferde wie El Santo und Don Johnson in die Weltspitze führen kann. Die Übernahme des Millionen-Pferdes Totilas kam für die 42-Jährige nicht in Frage.
„Es ist auch mal schön, nicht im Mittelpunkt zu stehen. Man kann sich da auf sich selbst konzentrieren“, sagte Werth. Die fünfmalige Olympiasiegerin peilt im Finale der inoffiziellen Hallen-WM einen Podiumsplatz an. Neben ihr starten für Deutschland Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Damon Hill und Nadine Capellmann (Würselen) mit Girasol.
Nicht dabei ist Millionen-Hengst Totilas, der sein Saisondebüt eine Woche später beim Turnier in Hagen/aTW gibt. Hinter der Form des einstigen Wunderpferdes steht ein Fragezeichen – auch für Werth: „Es ist klar, dass Reiter Matthias Rath eine gewisse Zeit braucht, bis er sich an das Pferd gewöhnt hat.“
Spätestens wenn es im Mai und Juni um die Fahrkarten für Olympia geht, wird Rath für Werth zum großen Konkurrenten. Nur drei Reiter pro Nation dürfen ins olympische Geviert. Werth brennt auf die Teilnahme an ihren fünften Spielen und könnte sich mit ihrem sechsten Gold zur erfolgreichsten Olympiareiterin Deutschlands krönen.
Vor dem Finalstart gab es eine Überraschung: Parzival, Pferd von Titelverteidigerin Adelinde Cornelissen (Niederlande), fiel beim Veterinär-Check durch und muss sich erneut vorstellen.
