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NWZonline.de Sport Pferdesport

Samba tanzt Konkurrenz aus

24.04.2017

Lastrup „Ich bin sehr stolz auf Samba. Sie ist noch ein unerfahrenes Pferd und hat das super gemacht”, freute sich Rolf Moormann (Großenkneten). Mit Samba de Janeiro gewann der Springreiter zum ersten Mal den Großen Preis der Lastruper Spring Days.

Und das nach nahezu perfekter Dramaturgie. Als letzter Starter im Stechen überrundete Moormann noch ganz cool den bis dahin führenden Bramscher Matthias Janßen, der fehlerfrei in 36,25 Sekunden den Stechparcours bewältigt hatte, sorgte mit 35,00 Sekunden für die Bestzeit und zudem dafür, dass Turnierveranstalter Mario Stevens (Cloppenburg) und Banana Pancake mit Rang drei vorlieb nehmen mussten. Auch Sandra Auffarth (Ganderkesee), Vielseitigkeits-Olympiasiegerin 2012 mit der Mannschaft, ging an den Start. Sie verpasste mit Landlord aber das Stechen und kam auf Rang 20.

„Ich hatte gesehen, dass Mario nicht alles ganz optimal geglückt ist, und ich konnte auch Matthias Janßen beobachten“, sagte Moormann über seine Strategie im Stechen. „Und weil es hier einen Pferdeanhänger zu gewinnen gab, habe ich mir gesagt: Riskiere alles – entweder man gewinnt oder eben nicht.“

Die zehnjährige Hannoveraner Stute Samba de Janeiro gehört Moormann selbst und ist erst mit sieben Jahren in den Sport gekommen. „Daher ist sie noch etwas ,grün’ hinter den Ohren”, sagte der Springreiter lachend.

Nach Hause fahren konnte er den nagelneuen Böckmann-Pferdeanhänger noch nicht gleich, erst forderten die Kollegen ultimativ „eine Runde“ vom Sieger, und gemeint war nicht die Platzrunde.

„Wir finden hier Spitzenbedingungen vor. Man merkt, dass hier ein Turnier von Reitern für Reiter gemacht wird,” sagte Rolf Moormann über die Lastruper Spring Days.

26 Paare traten zum sportlichen Höhepunkt der Veranstaltung an, sechs schafften den Sprung ins Stechen. Das verfehlte Titelverteidiger Jasper Kools aus Diepholz, der nach zwei Fehlern Platz 16 belegte. Nationenpreisreiter Rene Tebbel (Emsbüren) kam mit Lycoon ins Stechen, wo er einen Fehler kassierte und Platz sechs erreichte.

In Otto Vaske (Emstek), der auf Amik in 37,84 Sekunden fehlerfrei blieb und Vierter wurde, Henrik Hofschröer (Herzlake) auf Lüttinghof’s Converse (7.) und Jan Wernke (Handorf-Langenberg) mit Cab (8.) landeten gleich drei weitere Reiter aus der Region neben Mario Stevens unter den besten Zehn.

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