Hagen - Rückkehr nach Maß: Nach der fünfmonatigen Pause ihres Hengstes Desperados gewann die Team-Europameisterin Kristina Sprehe sowohl den Grand Prix am Freitag als auch den Special am Sonnabend. In dieser Prüfung siegte die Dressurreiterin aus Dinklage mit 80,980 Prozentpunkten vor Isabell Werth (Rheinberg) mit Don Johnson (77,824) und Fabienne Lütkemeier (Paderborn) mit D’Agostino 74,627.

„Das war wirklich ein einzigartiges Gefühl“, schwärmte die 27-jährige Sprehe: „Er war super-relaxed, hat super mitgekämpft und war immer bei mir.“ Die zweitplatzierte Werth zeigte sich zufrieden, obwohl sie ihre Prüfung bei starkem Regen ablegen musste. „In erster Linie merkt man, dass man nasser und nasser wird, aber Don Johnson blieb konzentriert bei der Sache“, lobte die Reiterin ihren Hannoveraner: „Ich bin super stolz auf ihn.“

„Mehr als happy“ war Lütkemeier mit Rang drei: „Trotz der paar kleinen Unsicherheiten hat D’Agostino hier zwei schöne Runden gedreht“, freute sich die 25-Jährige.

Den Dressur-Grand-Prix am Sonnabend gewann der in der Nähe von Münster lebende Schwede Patrik Kittel. Er setzte sich mit Deja mit 74,240 Prozentpunkten durch.

Ulrich Kirchhoff gewann unterdessen den Reit-Biathlon. Mit der Stute Pin Up Ouistreham absolvierte er den Parcours über 1,40 Meter fehlerfrei in 98,48 Sekunden, und auch das Schießen lief im Wettbewerb „wie am Schnürchen“. „Bei der Probe habe ich noch fünfmal daneben geschossen“, witzelte der in Lohne (Kreis Vechta) geborene Doppel-Olympiasieger im Springreiten, der seit einem Jahr für die Ukraine startet.

Kirchhoff war nach seinem Sieg beeindruckt von der Kombination aus Spaß und ernstzunehmendem Sport. „Wir brauchen nicht nur Spitzensport, die Zuschauer wollen auch unterhalten werden“, meinte Kirchhoff.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion