Hagen A.t.w./Antwerpen - Kristina Sprehe hat die Dressurwettbewerbe beim Drei-Sterne-Turnier in Hagen bei Osnabrück am Wochenende dominiert. Die 28-jährige Mannschafts-Weltmeisterin aus Dinklage gewann mit ihrem Erfolgshengst Desperados sowohl den Grand Prix am Freitag als auch den Special am Sonnabend. Zweite wurde jeweils Anabel Balkenhol aus Rosendahl mit Dablino.

Neben den beiden Erfolgen nutzte Sprehe das Wochenende vor allem dazu, ihr Nachwuchspferd Fürst Fugger im Wettkampf zu testen. Nach einem fünften Platz am Donnerstag deutete der neunjährige Hengst auch am Sonnabend sein Potenzial an und landete in einer der kleineren Prüfungen mit Sprehe auf dem dritten Rang.

Zum Grand Prix Kür am Sonntag trat Sprehe dann nicht mehr an. Hier feierte der Schwede Patrik Kittel auf Deja einen knappen Erfolg vor Ingrid Klimke mit Dresden Mann.

Derweil zeigten die deutschen Springreiter eine Woche nach dem enttäuschenden Weltcup-Finale in der Halle gelungene Auftritte bei den Freiluft-Turnieren. Platz eins für David Will in Hagen am Teutoburger Wald und Rang zwei für Hans-Dieter Dreher in Antwerpen belegten die guten Auftritte.

Dreher verpasste bei der Etappe der Global Champions Tour in Belgien den Sieg trotz drei Runden ohne Abwurf. Der 43-jährige Springreiter aus Eimeldingen ritt mit Embassy nach zwei fehlerfreien Runden auch im Stechen makellos und wurde in 38,74 Sekunden Zweiter.

Schneller war nur der Franzose Simon Delestre, der sich im Sattel von Ryan des Hayettes (37,96) durchsetzte. Als zweitbester deutscher Reiter kam Christian Ahlmann auf Platz vier. Der 40-Jährige aus Marl hatte im Stechen einen Abwurf mit Codex One.

In der Nähe von Osnabrück sicherte sich Will am Sonntag den Sieg bei der ersten Etappe der Riders Tour 2015. Der Profi aus Pfungstadt gewann den Großen Preis im Sattel von Colorit. In der Siegerrunde blieb der 27-Jährige fehlerfrei und ritt in 52,87 Sekunden die beste Zeit. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Janne-Friederike Meyer aus Schenefeld mit Goya (53,68) und Jamie Kermond aus Australien mit Quite Cassini (54,22).

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion