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NWZonline.de Sport Pferdesport

Reit-Dm: Sprehe unterstreicht Titel-Ambitionen

13.06.2015

Balve Schwitzend und strahlend ritt die Siegerin aus dem Viereck. „Ich hatte nicht gedacht, dass es so heiß ist“, sagte Kristina Sprehe, nachdem sie die erste Dressurprüfung der deutschen Meisterschaften in Balve gewonnen hatte. Die zweimalige Siegerin des Vorjahres wurde ihrer Favoritenrolle mit Desperados gerecht. Sprehe gewann am Freitag deutlich und unterstrich ihre Ambitionen eindrucksvoll.

Die 28-Jährige aus Dinklage (Kreis Vechta) setzte sich im Grand Prix mit ihrem Hengst Desperados mit 81,30 Prozentpunkten klar durch. Dahinter folgte Isabell Werth aus Rheinberg mit Don Johnson (78,16). Dritte wurde Jessica Bredow-Werndl aus Tuntenhausen mit Unee (76,84).

„Fast 30 Grad im Schatten, aber er hat trotzdem gut mitgearbeitet“, lobte die Siegerin ihren Hengst. Die Mannschafts-Weltmeisterin war mit dem ersten von drei Ritten in Balve „sehr zufrieden“. Die Auftakt-Prüfung zählte als Qualifikation zur ersten Meisterschafts-Entscheidung an diesem Sonnabend, dem Grand Prix Special. Der zweite Titel in der Kür wird am Sonntag vergeben.

Bei den Dressurreiterinnen geht es neben den Medaillen vor allem um einen Platz im Quartett für die EM im August: Balve ist die erste von zwei Sichtungen. Nur Sprehe kann sich derzeit sicher sein, dass sie auch in Aachen zum Nationalteam gehört.

Nicht am Start in Balve war Mathias Rath mit Totilas. Das teuerste Dressurpferd der Welt trainiert seit Februar wieder. Noch sei er jedoch nicht ganz fit für einen Wettkampf, sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu. Für Sprehes Auftritt am Freitag erteilte sie Lob: „Kristina hat es besonders gut gemacht. Da war kein Wackler, kein grober Fehler drin, alles im Fluss.“

Bei den Springreitern sorgte Jörg Oppermann bei der ersten Prüfung für eine Überraschung. Der 30-Jährige aus Gückingen siegte mit Che Guevara nach zwei fehlerfreien Runden aufgrund der besten Zeit. Auf Platz zwei folgte Holger Wulschner (Groß Viegeln) mit Cha Cha Cha vor Carsten-Otto Nagel (Norderstedt) mit Holiday. Die Entscheidung fällt am Sonntag nach zwei weiteren Umläufen.

Für eine Schrecksekunde im Parcours sorgte der Sturz von Hans-Dieter Dreher mit Magnus Romeo. Der Reiter blieb aber wie sein Pferd unverletzt: „Alles in Ordnung.“

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