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NWZonline.de Sport Pferdesport

Stevens eilt mit drei Hufeisen zum Sieg

17.11.2014

Oldenburgs Der erste Blick nach dem Null-Fehlerritt ging zum Videowürfel. Dort leuchtete die Eins, und der Lokalmatador ballte die Siegerfaust. Springreiter Mario Stevens aus Molbergen gewann am Sonntag beim Agravis-Cup den mit 30 000 Euro dotierten Großen Preis von Oldenburg – erstmals nach 2009.

„Ich habe nicht damit gerechnet, aber das war vor fünf Jahren auch so“, sagte er nach dem knappen Heimsieg mit dem zehnjährigen Wallach Baloubet. In einem spannenden Stechen ging der 32-Jährige vor 4800 Zuschauern in der großen EWE-Arena als letzter Reiter und mit Handicap an den Start. Denn auf dem Abreiteplatz hatte Baloubet kurz zuvor ein Hufeisen verloren.

Stimmen zum Turnier

Isabell Werth (Dressurreiterin, fünfmalige Olympiasiegerin): Ich war einmal vor 10 oder 15 Jahren in Oldenburg. Kein Vergleich zu früher: Großartig. Toll! Reiterherz, was willst du mehr? Wilhelm Weerda (Präsident des Oldenburger Zuchtverbandes): Im Sommer das Landesturnier in Rastede und im Winter der Agravis-Cup – beide Veranstaltungen tun unserem Sport richtig gut. Jürgen Krogmann (Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg): Die Pferdetage sind sportlicher Botschafter Oldenburgs. Sie haben eine klare regionale Identität und wurzeln in unserer Geschichte. Gleichzeitig bieten sie attraktiven, hochwertigen Sport und eine zeitgemäße Inszenierung.

Zudem hatte Holger Hetzel (Goch) auf Legioner einen fehlerlosen Ritt und respektable 36,88 Sekunden vorgelegt. Aber Stevens bewahrte die Nerven. Er drehte eine noch schnellere Runde über die sieben von Parcourschef Hans Sattler platzierten Hindernisse. Dabei unterbot er Hetzels Zeit in 36,50 Sekunden. Platz drei belegte der Osnabrücker Patrick Stühlmeyer (0/38,40) vor Denis Nielsen (0/38,81) und dem Dänen Emil Hallundbaek (0/40,81).

Um ein Haar wäre Stevens allerdings gar nicht ins Finale gekommen. Denn an Sprung vier wackelte der Balken im ersten Umlauf bedenklich, fiel aber nicht. „Da habe ich gemerkt, es geht heute etwas“, kommentierte er.

Für kurze Aufregung sorgte Jan Sprehe im ersten Durchgang des Großen Preises, als der Cloppenburger nach einem Sturz in der Werbebande landete. Doch der 29-Jährige stand sofort wieder auf und gab Entwarnung.

Ein respektables Ergebnis fuhr der Österreicher Hugo Simon ein. Zwar verpasste der Routinier mit einem Fehler das Stechen, war aber dennoch zufrieden. „Alles im grünen Bereich. Das Turnier war ein großer Erfolg für Oldenburg“, lobte der 72-jährige Altmeister und NWZ -Preis-Gewinner.

Die Entscheidung im Großen Preis bildete zugleich den Schlusspunkt der dreitägigen Veranstaltung, die nach Angaben von Turnierchef Kaspar Funke 22 000 Zuschauer verbuchte. Während das Finale fest in deutscher Hand blieb, triumphierte beim Weltranglistenspringen am Sonnabend ein Litauer. Andrius Petrovas sicherte sich mit der schnellsten Siegerrunde (32,51) auf Complemento den Preis der Oldenburger Wirtschaft. Zweiter wurde der ebenfalls fehlerfreie Felix Haßmann aus Lienen mit Brazonado (33,54). Mit der Entscheidung im Großen Preis hatte das Duo am Sonntag aber nichts zu tun, sondern verpasste das Stechen deutlich.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-sport 
Otto-Ulrich Bals Autor
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