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NWZonline.de Sport Pferdesport

Stevens gewinnt Derby-Qualifikation

07.05.2016

Hamburg Mario Stevens hat die zweite Qualifikation zum 87. deutschen Spring-Derby in Hamburg souverän gewonnen. Dennoch will der 33-Jährige aus Molbergen (Landkreis Cloppenburg) seiner Stute El Bandiata den Klassiker am Sonntag (14.25 Uhr) ersparen. „Ich werde sie nicht am Sonntag reiten. Sie hat das gestern und heute gut gemacht. Letztes Jahr war sie aber noch überfordert“, sagte Stevens. Daher gönne er ihr eine Pause mit Blick auf Starts in den kommenden Jahren.

Schon am Donnerstag hatten Stevens und El Bandiata in der ersten Qualifikation Platz zwei belegt. Einen Tag später blieb er mit seiner Stute vor 20 000 Zuschauern – darunter Tennis-Legende Steffi Graf – fehlerfrei und als einziger der 48 Starter unter 100 Sekunden. Mit mehr als drei Sekunden Vorsprung verwies Stevens den Briten William Whitaker auf Brilliant und dessen Landsmann Nigel Coupe auf Golvers Hill auf die Plätz zwei und drei. Insgesamt schafften zwölf Paare den Kurs ohne Strafpunkte.

Erstmals mussten die Reiter in der Turnierwoche in Klein Flottbek über den drei Meter hohen Wall. Für einen Zwischenfall sorgte der zweimalige Derby-Sieger Carsten-Otto Nagel mit dem erfahrenen Lex Lugar. Der Hengst scheute vor dem Abgang vom Wall und rutschte plötzlich seitwärts runter. Nagel und das Pferd blieben unverletzt. Das Duo hatte 2010 das Derby gewonnen.

„Ich bin ja schon seit einigen Jahren hier. Aber das habe ich auch noch nicht gesehen“, meinte der ehemalige Team-Weltmeister. Schon im Vorjahr sei Lex Lugar zögerlich auf dem Wall gewesen. Diesmal verweigerte sich das Pferd komplett. „Man weiß ja, wie Hengste sind.“

Nicht viel besser erging es Hilmar Meyer, der am Vortag die erste Qualifikation auf Salto de Fee für sich entschieden hatte. Sein Pferd Continuo geriet nach dem Wall ins Stolpern. Meyer stürzte und schied aus. Auch hier kamen Mensch und Tier glimpflich davon.

Einen souveränen Auftritt bot Lokal-Heldin Janne Friederike Meyer auf Anna. Mit der Stute hatte die 35-Jährige keine Fehler und wurde Zehnte. Mit etwa 1250 Metern und 17 Hindernissen wie dem Wall oder Pulvermanns Grab gehört das Derby zu den schwierigsten Springen der Welt.

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