STUTTGART - Einige Favoriten verpassten das Stechen beim Großen Preis. Der Niederländer Gerco Schröder führt weiter die Gesamtwertung an.
Von Jörn Rebien
STUTTGART - Die deutschen Springreiter haben bei der Weltcup-Station in Stuttgart den Sieger unter sich ausgemacht und ihre Klasse eindrucksvoll demonstriert. Den Großen Preis gewann am Sonntag vor rund 8000 Zuschauern Marcus Ehning im Sattel von Gitania in 37,67 Sekunden vor Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit Checkmate (37,98) und Alois Pollmann-Schweckhorst (Warstein) mit Candy (38,37). In den Dressurprüfungen trumpften Isabell Werth (Rheinberg) mit der inoffiziellen Weltrekord-Punktzahl im Grand Prix und Masters-Sieger Martin Schaudt (Albstadt) groß auf.„Ich freue mich unheimlich“, sagte Ehning nach seinem ersten Sieg in dem erstmals zur Weltcup-Serie zählenden Großen Preis. Mit einem furiosen Ritt setzte sich der 31-Jährige aus Borken im Stechen mit seiner 13-jährigen Schimmel-Stute durch. „Auf sie kann ich mich verlassen“, sagte Ehning. In der Weltcup-Gesamtwertung führt nach der vierten von zwölf Stationen der Niederländer Gerco Schröder.
Einige der großen Favoriten verpassten das Stechen des Weltcup-Springens, darunter Olympiasieger Rodrigo Pessoa und Ludger Beerbaum. Europameister Marco Kutscher (Norden) erlaubte sich mit Controe im Normalparcours acht Strafpunkte.
In der Dressur stach besonders die Rekord-Punktzahl von Isabell Werth heraus. Im Grand Prix erhielt die viermalige Olympiasiegerin am Sonnabend für ihren Auftritt mit Satchmo 1919 Punkte. Werth vergoss einige Freudentränen. „Satchmo war ruhig und ausgeglichen, es gab keine Momente, in denen er sich ablenken ließ. Ich wusste, wenn wir gut sind, dann werden wir auch die entsprechenden Punkte bekommen“, sagte sie. Nach großen Problemen in den vergangenen Monaten lieferte das Paar am Sonnabend eine Glanzleistung ab.
Doch schon am Sonntag bekam das Duo erneut Schwierigkeiten. Im Grand Prix Special reichte es nur zu Rang drei hinter dem German-Masters-Gewinner Martin Schaudt (Albstadt) mit Weltall (1939) und Heike Kemmer (Winsen/Aller) mit Bonaparte (1927 Punkte).
