VECHTA - Turniermacher Ludger Fischer hatte den falschen Riecher, denn der Sieg im Großen Preis von Vechta blieb nicht in Oldenburg. Stattdessen startete am Sonnabend mit Markus Renzel vom RFV Alt Marl ein internationaler Topreiter durch. Zusammen mit elf weiteren Teilnehmern hatte er sich für das Stechen qualifiziert. Dort ließ er im Sattel von Christoph Columbus seine Routine spielen. Fehlerfrei in 27,91 Sekunden siegte er. Auf den Plätzen folgten Felix Haßmann (Lienen) mit Carefina (0/28,10) und Mynou Diederichsmeier (RV Deutschlandhalle Berlin) mit Chavarie (0/29,06).
Bester Oldenburger war Bastian Freese (RV Oldenburg Münsterland). Der Titelverteidiger im Großen Preis hatte mit Quin Chin zwar die schnellste Zeit im Stechen, hatte sich aber einen Abwurf geleistet. Dadurch reichte es lediglich für den fünften Rang. Allerdings war er bester Reiter der großen Tour und gewann das Goldene Hufeisen der Reiterstadt Vechta.
Den Sieg in der Champion Trophy sicherte sich der Ahlhorner Rolf Moormann. Mit seinem Erfolg im Großen Preis von Cloppenburg und weiteren zwölf Punkten im Großen Preis von Vechta setzte er sich mit 27 Zählern durch. Zweiter wurde Joachim Heyer vom RFV Cappeln (25) und an dritter Stelle folgte Bastian Freese (19).
Einen Oldenburger Doppelerfolg gab es im Mächtigkeitsspringen. Mit Mario Stevens (RFV Lastrup) und Hendrik Sosath (RFV Stedinger Sturmvogel) teilten sich zwei Youngster den Sieg. Beide hatten bis ins dritte Stechen eine tolle Leistung gezeigt und verzichteten zur Schonung ihrer Pferde auf einen finalen Durchgang.
„Zwar sind in diesem Jahr viele Siege an auswärtige Teilnehmer gegangen, aber der Sport hatte tolles Niveau“, bilanzierte Ludger Fischer. Darüber hinaus will er im kommenden Jahr das Jugend- und Hallenchampionat noch mehr miteinander verzahnen. „Der Idealfall wäre, wenn die Jugendlichen ihre Finalprüfungen zur besten Sendezeit beim Hallenchampionat austragen würden.“
Im Teambereich der Klasse M war im Parcours kein Kraut gegen die Oldenburger gewachsen. Das Quartett mit Mario Stevens, Joachim Heyer, Jan Wernke und Dennis Schlüsselburg gewann fehlerfrei in 148,39 Sekunden. Auf den Plätzen folgten Westfalen und Hannover-Nord.
Durch einen tollen Schlussspurt blieb auch der Dressur-Gesamtsieg im Lande. Kira Wulferding vom RFV Holzhausen gewann die finale S-Dressur auf Inter I Niveau mit mehr als 20 Punkten Vorsprung und sichertee sich dadurch zugleich das Goldene Hufeisen in der Dressur.
