VECHTA - Mit zwei Punkten Rückstand lauert er hinter Titelverteidiger Mario Stevens. Es gibt zwar keiner zu, aber jeder schaut genau auf den Zwischenstand, sagt Springreiter Joachim Heyer (Cloppenburg) kurz vor dem Finale der Champions Trophy. Am Sonnabend (20 Uhr) geht es beim Hallenchampionat in Vechta nämlich nicht nur um den mit 10 000 Euro dotierten Großen Preis der Öffentlichen Versicherungen, sondern auch um den Sieg in der Pokalwertung.
Nach der Weser-Ems-Meisterschaft in Cloppenburg und dem Landesturnier Rastede führt Stevens (Molbergen) mit 21 Punkten vor Heyer (19) und Jens Dummeyer (Löningen/ 17). Stevens gilt erneut als großer Favorit auf den Gesamtsieg, warnt angesichts seines knappen Vorsprungs aber: Die Konkurrenz schläft nicht. Das bestätigt Heyer: Dem heimischen Publikum will jeder Teilnehmer besonders guten Sport zeigen.
Beim 9. Hallenchampionat in der Auktionshalle starten ab diesem Mittwoch 255 Reiter in den Disziplinen Springen, Dressur, Gespannfahren und Voltigieren. Die Turniergemeinschaft Vechta (TGV) verzeichnete bis Dienstag 1625 Nennungen für die 32 Prüfungen, von denen zehn zur schwersten Kategorie zählen. Insgesamt werden 35 000 Euro Preisgeld ausgeschüttet. Das Championat bleibt ein Schaufenster des regionalen Pferdesports ohne internationale Stars, sagt der Sportliche Leiter Richard Hannöver.
Beginn ist an diesem Mittwoch mit den Jungpferdeprüfungen (ab 8 Uhr). Am Freitag (17.30 Uhr) kämpfen die punktbesten Gespanne der Saison auf der kombinierten Hindernisfahrt um den begehrten TGV-Cup.
Der Höhepunkt der Dressur folgt am Sonnabend (9.30 Uhr) mit der Prüfung der Klasse M, am Abend steht der mit Spannung erwartete Große Preis ein S-Springen auf dem Programm. Den Abschluss bildet ein Mächtigkeitsspringen (22.15 Uhr).
Der Sonntag gehört den Amateuren aus zwölf Nationen sowie den Voltigierern, die erstmals ihre Landesmeisterschaft in Vechta austragen.
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