Oldenburg - Mit einem vergoldeten Wanderehrenpreis und einem Höhepunkt für junge Reiter haben die Veranstalter des Agravis-Cups, der an diesem Donnerstag eröffnet wird, den Sonnabendabend aufgewertet. Der traditionelle Galaabend in der großen EWE-Arena in Oldenburg wird erstmals in zwei Abschnitte aufgeteilt (19.30 und 21.40 Uhr) und um 21 Uhr von einer Springprüfung der Klasse M für Nachwuchsreiter unterbrochen – die jungen Talente erhalten so die Chance, zur besten Zeit und vor wahrscheinlich vollen Zuschauerrängen ihr Pferd und sich selbst zu präsentieren.
„Uns ist es wichtig, den Spitzen- mit dem Nachwuchssport zu verbinden“, erklärt Dirk Bensmann, Vorstandsmitglied der Agravis Raiffeisen AG. Neben den großen internationalen Namen im Springreiten und in der Dressur wollen die Macher Jahr für Jahr den Nachwuchs fördern.
Auch der Stellenwert der Youngster Tour, bei der die besten Nachwuchspferde antreten, wurde angehoben. Die GVO Versicherung prämiert das Finale, das am Sonnabend um 18.20 Uhr beginnt und damit im Galaabend integriert ist, mit einen Sonderpreis in Form eines vergoldeten Teller im Wert von 5000 Euro. Auf diesem wird der Name des Gewinners inklusive eines Diamanten angebracht. Dieser Wanderehrenpreis soll künftig jedes Jahr neu vergeben werden – es sei denn, ein Reiter oder eine Reiterin schafft es, die Youngster Tour zweimal in Folge oder dreimal insgesamt zu gewinnen. „Dann darf der Teller behalten werden. Der Wert der Trophäe steigt von Jahr zu Jahr. Wir wollen damit die Nachwuchsförderung gezielt stärken“, betont GVO-Vorstandsvorsitzender Gernold Lengert.
„Der Teller ist auf jeden Fall eine Extramotivation und ein großer Ansporn“, sagt Denis Nielsen und hat die „Schüssel“ schon einmal genau inspiziert. Der 26-jährige Löninger war im Juni dieses Jahres erstmals deutscher Meister der Senioren geworden und zählt in Oldenburg sicherlich zu den Favoriten. Titelverteidiger bei der Youngster Tour ist allerdings der Cloppenburger Jan Sprehe (29). „Die Youngster Tour wird dadurch stark aufgewertet. Für Reiter aus ganz Europa könnte der vergoldete Teller zu einem der attraktivsten Ehrenpreise werden“, betont Turnier-Veranstalter Dr. Kaspar Funke.
Neben der Youngster-Tour wurde der Zukunftspreis weiterentwickelt. Bei der Premiere im vergangenen Jahr gehörten zu der Prüfungsserie für Reiter unter 25 Jahren noch drei S-Springen in Oldenburg sowie beim K+K Cup in Münster. Ab 2016 gehört das Turnier in Nörten-Hardenberg zu der Serie. Der Gesamtsieger aus neun S-Springen wird dann in Oldenburg gekrönt, da die Turniere in Münster (Januar) und Nörten-Hardenberg (Mai) zuvor stattfinden.
