WARENDORF - Aufatmen bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf: Die Gerüchte um einen weiteren positiven Medikationsfall beim Pferd eines deutschen Reiters während des olympischen Turniers haben sich nicht bestätigt. Das teilte der Weltverband FEI dem Generalsekretär der FN, Hanfried Haring, mit.

„Alle Untersuchungen sind abgeschlossen. Der südamerikanische Fall war der letzte, so dass keine weiteren positiven Medikationskontrollen von Olympia in Hongkong zu erwarten sind“, erklärte Haring in Warendorf.

Für die sechste und letzte positive Doping-Probe in Hongkong ist Springreiter Rodrigo Pessoa verantwortlich. Wie der Weltverband FEI bestätigte, wurde das Pferd Rufus des Brasilianers nach dem Einzel-Finale am 21. August positiv auf die verbotene Substanz Nonivamid getestet.

Der Brasilianer war 2004 in Athen Olympiasieger geworden, weil der Ire Cian O'Connor wegen Dopings bei seinem Pferd disqualifiziert worden war. In Hongkong hatte Pessoa mit Rufus im Einzelspringen Platz fünf belegt.

Offiziell gibt es aus Hongkong bislang fünf weitere positive Fälle. Außer dem 15 Jahre alten Wallach Cöster von Springreiter Christian Ahlmann (Marl) wurden die Pferde des Norwegers Tony Andre Hansen (Camiro), des Iren Denis Lynch (Lantinus) und des Brasilianers Bernardo Alves (Chupa Chup) positiv auf Capsaicin getestet. Alle vier Reiter werden am Wochenende im FEI-Hauptsitz in Lausanne angehört.

Zudem wurde bei dem Pferd Mythilus der amerikanischen Dressurreiterin Courtney King die verbotene Substanz Felbinac nachgewiesen.