WARENDORF - Breido Graf zu Rantzau hat mit Erleichterung auf den Start der Befragung durch die Kommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Aufklärung der Doping-Vorwürfe im Reitsport reagiert. „Ich bin froh, dass es losgeht. Das war eine professionelle Anhörung. Ich hatte den Eindruck, dass die Kommission gut vorbereitet ist“, sagte der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN.

Der Präsident wurde am Montag als erster von rund 70 Funktionären und Reiter durch die Kommission um den ehemaligen Bundesverfassungsrichter Udo Steiner befragt. Ihm folgten die Springreiter Ludger Beerbaum und Alois Pollmann-Schweckhorst.

Bis spätestens Ende Juli will die Kommission über mögliche Verstrickungen deutscher Reiter und Funktionäre in Doping-Praktiken urteilen. Bis dahin gibt es aber keine Wasserstandsmeldungen. Nur die Reiter, die jeglichen Verdacht von Manipulationen ausräumen können, haben eine Chance auf eine Nominierung für die Dressur- und Springreit-Europameisterschaften (25. bis 30. August).