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NWZonline.de Pflanzomat

Giersch: Kraut kann zur Plage werden

08.03.2014

Zeitig im Frühjahr, wenn noch kaum andere Kräuter wachsen, zeigen sich bereits die ersten Blätter des Giersches. Diese Pflanze lässt sich einfach an den dreiteiligen Blättern und besonders an ihrem dreieckigen Stiel erkennen. Auffällig am Giersch ist sein üppiges Wachstum. Wo er ungestört bleibt, entwickelt sich schnell eine dichte bewachsene Fläche, andere krautige Pflanzen haben kaum Wachstumschancen.

Grenzen ziehen

Wenn Giersch in den Nutzpflanzenbereich einwächst, kann er schon zur Plage werden und verdrängt auf Grund seiner Wuchsfreude andere Kulturpflanzen. Giersch gehört zu den Wurzelwildkräutern, die sich über unterirdische Sprosse rasch ausbreiten. Lockerer, humoser Boden behagt ihm sehr. In allen Beeten ist es wichtig, ab Frühjahr bei trockener Witterung, den Giersch mit Hilfe einer Grabe­forke samt Wurzeln zu entfernen. Da jedes verbleibende Wurzelstückchen wieder zu einer Pflanze heranwächst, ist ein gründliches Arbeiten sehr wichtig. Alle paar Tage ist dann Nachschau zu halten, und verbliebene Wurzelstücke, die sich an neuen Blättchen zeigen, sind ständig wieder auszugraben.

Im Graben- und Böschungsbereich am Rande oder außerhalb der Gärten kann der Giersch aber durchaus geduldet werden. Dort bildet er eine dichte Bodenbedeckung, die einem unbedeckten Boden vorzuziehen ist. In Wildecken im Garten unter Sträuchern kann man Giersch ebenfalls wachsen lassen. Dort ist er ein idealer „Bodendecker“, solange er nicht in Kulturen hineinwächst. Ein Weg, eine kleine aufgeschichtete Mauer oder eine Reihe eingegrabener Gehwegplatten oder Palisaden schützt vor der Ausbreitung.

Da Giersch sich durch Ausläufer in alle Richtungen vermehrt, muss ihm allerdings im Nutzgarten konsequent Einhalt geboten werden. Wo ein Ausgraben zu mühsam oder durch die Wurzeln von Gehölzen erschwert ist, bietet sich ein „Ersticken“ des Giersches an. Dazu wird unter den Pflanzen schindelförmig Kartonpappe ausgelegt, die frei von Metallklammern und Kunststoffklebeband sein sollte. Auf diese Schicht wird aus optischen Gründen Grasschnitt oder Holzhäcksel ausgebracht.

Mulchschicht aufbringen

Der Giersch schafft es in den meisten Fällen nicht, seine Sprosse durch diese Schicht zu bohren. Gelingt es ihm trotzdem, wird mit einer neuen Schicht Pappe abgemulcht. Wichtig ist, dass diese Abdeckung kontinuierlich über eine Vegetationsperiode ausgeführt wird.

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Pappe als Abdeckmaterial ist einer Folie vorzuziehen, da durch sie dem Boden weiterhin Luft und Feuchtigkeit zugeführt wird. Spätestens im Sommer oder im Herbst stirbt der Giersch ab. Künftig wird dann unter den Gehölzen eine Mulchschicht von 20 Zentimetern ausgebracht. Der dann hereinwachsende Giersch wurzelt nur in der Mulchschicht und ist leicht mit der Hand auszuziehen.

Auch wenn der Giersch in den Gärten nur wenige Freunde hat, bietet er sich durchaus zur Nutzung an. Gerade im Frühling ist Giersch für Rohkostsalate von Kennern sehr geschätzt. Stehen größere Mengen zur Verfügung, kann man auch ein Gemüse daraus zubereiten. Im Garten eignet sich Giersch außerdem sehr gut zum Mulchen der Kulturen, allerdings dürfen keine Wurzelsprosse oder Samen enthalten sein.

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