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NWZonline.de Pflanzomat

Pflanztipp: Paprika braucht viel Sonne

22.06.2019

Als kälteempfindliches Gemüse kommt Paprika erst dann als blühende Pflanze in den Garten, wenn keine Fröste mehr drohen und die Nachttemperaturen nicht mehr unter 10 bis 15 Grad fallen, da die Pflanzen sonst mit Blüten- und Knospenfall reagieren. Man sollte sich deshalb ruhig Zeit lassen mit dem Auspflanzen, der Juni ist zeitig genug.

Die Vorzucht von Paprika erfolgt sehr früh im Februar und bedarf einer hohen Keimtemperatur und eines mehrmaligen Pikierens. Für ein paar Pflanzen für den Hausgebrauch – zwei, drei Pflanzen reichen zur Selbstversorgung aus – lohnt sich dieser Aufwand kaum, sodass man sich lieber jetzt bei einer Gärtnerei oder auf dem Markt einige bereits blühende Pflanzen besorgen kann.

Kräuter als Mischkultur

Um den wärmeliebenden Pflanzen eine optimale Kultur zu ermöglichen, ist der Anbau in einem Gewächshaus oder unter einem Folientunnel ideal. Für die nicht hoch wachsenden Pflanzen reicht oft auch ein Frühbeet aus, das zu dieser Zeit nicht mehr benutzt wird.

Paprika braucht einen vollen Sonnenplatz, am besten nach Süden ausgerichtet, und mag es gar nicht, wenn er von stark wachsenden Pflanzen überdeckt wird. Der Boden ist vor dem Auspflanzen mit reifem Kompost oder verrottetem Mist anzureichern. Der Abstand zu den Pflanzen beträgt allseitig 40 Zentimeter. Als Mischkultur empfehlen sich niedrig wachsende, ebenfalls sonnenhungrige Kräuter wie Basilikum und Majoran.

Der Wasserbedarf von Paprika ist recht hoch, und zwar besonders während der Fruchtbildung. Deshalb ist der Boden unter den Pflanzen zu mulchen, um eine Verdunstung zu verringern. Bis zum Herbst wird regelmäßig gegossen und dem Gießwasser wöchentlich etwas Pflanzenjauche beigefügt. Dabei ist ein Benetzen der Blätter und Früchte mit dem Nass zu vermeiden.

Bei der Pflege der Paprikapflanzen scheiden sich die Geister: Während die einen das Entfernen der Triebspitze nach 25 Zentimetern anraten, hat es sich im naturgemäßen Gartenbau erwiesen, dass ein Schnitt, Auslichten oder Entfernen der Blätter weder erforderlich noch zu empfehlen ist. Lediglich das Befestigen mit einem Stab und ein Anbinden ist bei größeren Pflanzen sinnvoll, damit sie nicht durch die Last der Früchte abbrechen.

Gelbtafeln gegen Fliegen

Spätere Früchte bekommen mit der Reife eine rote oder gelbe Farbe, je nach Sorte, und einen etwas kräftigeren Geschmack.

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Paprika ist gegen Krankheiten wenig anfällig. In der trockenen Luft unter Glas und Folie kommen kaum Pilzerkrankungen vor. Eher lästig ist ein Befall mit der Weißen Fliege, deren Vertreter oft unter den Blättern sitzen. Mithilfe von Gelbtafeln, die man zwischen den Pflanzen befestigt, ist diesem Problem gut beizukommen.

Von drei bis vier Pflanzen kann man bei guten Bedingungen über Sommer bis zu den ersten Frösten dann etwa drei Kilogramm Früchte ernten, die natürlich wegen ihres hohen Vitamingehaltes am besten frisch zu Salaten geeignet sind. Beliebt sind aber auch Zubereitungen gedämpft als Gemüse oder mit Hackfleisch gefüllt. Vor dem Kochen ist ein gründliches Entfernen der Samen und Innenwände zu empfehlen, da sonst ein bitterer Geschmack auftritt.

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