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NWZonline.de Pflanzomat

Walnüsse: Schale empfindlich wie rohes Ei

12.10.2013

Glücklich können sich diejenigen preisen, die in ihrem Garten einen großen Walnussbaum stehen haben. Als Hausbaum sorgt er im Sommer für Beschattung und hält die Mücken ab, jetzt zum Herbst reifen die Früchte. Um lagerfähige Nüsse zu erhalten, ist es wichtig, den richtigen Erntetermin einzuhalten und die Früchte sachgemäß zu trocknen.

Täglich sammeln

Die beste Qualität erreicht man, wenn die Nüsse so lange wie möglich am Baum bleiben, leichte Nachtfröste schaden ihnen nicht. Die Ernte erstreckt sich dann über einen längeren Zeitraum von Ende September bis Ende Oktober. Wichtig ist es, die Früchte täglich aufzusammeln. Danach entfernt man die äußeren Hüllreste und legt die Nüsse kurz ins Wasser, um sie danach mit einer kräftigen Bürste gründlich zu reinigen. Zu diesen Tätigkeiten verwendet man tunlichst Haushaltshandschuhe, da die Schalen kräftig braun färben.

Danach legt man die Nüsse – immer nur eine Schicht – in Horden oder Siebe und lässt sie an einem geschützten Ort trocknen. Ein Durchschütteln alle paar Tage beschleunigt diesen Prozess. Anschließend werden die Walnüsse in luftige Säcke gefüllt und kühl und trocken gelagert.

Wem die Ernte über einen längeren Zeitraum zu umständlich ist, der kann die Früchte auch vorsichtig vom Baum schütteln oder schlagen, wenn ihr Fallen die Reife andeutet. Wichtig ist aber immer eine sorgfältige Reinigung und Trocknung, da sonst die Kerne schnell schwarz und ungenießbar werden.

In den letzten Jahren wurde manche Ernte durch dünnschalige und löcherige Früchte getrübt, die zudem angefressen waren. Die Schale ist in diesen Fällen aber nicht von Tieren geöffnet worden, sondern die Löcher entstehen durch ein physiologisch unnormales Wachstum. Natürlich nutzen Vögel und kleine Säugetiere diesen Umstand aus und fressen von den Kernen.

Die mangelhafte Ausbildung der Schale, man nennt dies auch Papiernüsse, hat ihre Ursache im Bodenbereich und im Witterungsverlauf. Nach kühlen, regnerischen Sommermonaten wurde häufig Dünnschaligkeit von Walnüssen festgestellt. Andere Ursachen werden in einem Stickstoffüberangebot des Bodens und in zu feuchten Standorten gesehen. Trifft letzteres zu, sollte der Boden drainiert werden. Einseitige Stickstoffdünger sind zu vermeiden.

Veredelte Sorten

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Jedes Jahr hört man auch immer wieder die Klagen, dass Walnussbäume nicht fruchten. Dies liegt meistens daran, dass Bäume, die aus einer Nuss großgezogen werden, also Sämlinge, erst nach 15 bis 20 Jahren fruchten und von daher viel Geduld verlangen. Wer eine Anpflanzung plant, ist immer mit veredelten Sorten am besten beraten. Diese sind kleinkroniger, wie „Weinsberg 1“ und „Nr. 26 Geisenheim/Rhein“, und haben einen hohen Ertrag wohlschmeckender, großer Nüsse bereits ab dem zweiten Standjahr.

Wichtig ist ferner, dass Walnussbäume zwischen November und Mai nicht geschnitten werden dürfen, der Juli ist der beste Zeitpunkt zur Auslichtung. Eine Ausnahme ist es, wenn alte, kräftige Äste ganz entfernt werden sollen. Dann ist die Winterruhe, bevor der Saftstrom wieder steigt, die beste Zeit.

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