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NWZonline.de Region

,Plötzlich war es ein Selbstläufer’

15.07.2005

NEUENBURG NEUENBURG - Begonnen hatte alles mit einem Bauernmarkt in Varel. „Dafür könntest Du doch Marmelade kochen“, hatte eine Freundin Ilona Heers gebeten. Kochen liegt der Neuenburgerin zwar, „aber Marmelade hatte ich zuvor nie selbst gemacht“, berichtet sie.

Was vor sieben Jahren im Kleinen begann, hat sich inzwischen zu einer zeitaufwendigen Beschäftigung entwickelt, denn Ilona Heers Marmeladen-Kreationen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. „Damit hat niemand gerechnet, plötzlich war das ein Selbstläufer, weil das Produkt gut ist“, sagt sie.

Dabei bietet sie in ihrem etwa 30 Sorten umfassenden Angebot nicht nur die traditionellen Erdbeer- oder Himbeermarmeladen an. Sie hat vielmehr so ungewöhnliche Genüsse wie die „Kipresso“ – Kirsche mit Espresso – oder die Erdbeermarmelade mit grünem Pfeffer geschaffen, und die von ihr so geschätzte Ingwermarmelade, an der sie ein halbes Jahr lang herumexperimentiert hat, bevor das Produkt ihren strengen Kriterien entsprach. Ganz zu schweigen von der Ananas-Chili-Kreation, die gut zu Schimmelkäse schmeckt, wie sie festgestellt hat. „Man muss eben sehr vielfältig sein“, heißt ihre „Firmenphilosophie“.

Frische und zuckerreduzierte Herstellungsverfahren sind für Ilona Heers besonders wichtig. Sie kocht keine Unmengen, sondern immer nur dem Bedarf entsprechend, wenn sie auf Schloss Ippenburg nach Bad Essen oder in die Herrenhäuser Gärten in Hannover eingeladen wird. Natürlich ist sie auch im hiesigen Raum vertreten, so unter anderem auf dem Wochenmarkt in Westerstede oder, wie kürzlich, während der Schlosspartie in Neuenburg. Unterstützt wird sie im Verkauf, wenn nötig von ihren Eltern.

Ihr besonderes Verfahren der Marmeladenherstellung – „Ich koche immer nur ein Kilo, und dann wieder ein neues Kilo“ – ist schon mühsam, sagt sie. „Aber wenn man es am Geschmack merkt, lohnt sich das“.

Ihr neuestes Projekt ist eine Kreation für den historischen Markt, der im August anlässlich des Freilichttheaters „Der Deicher“ veranstaltet wird. Sie könnte sich beispielsweise Erdbeere mit Fliederblüte unter dem Namen „Deichers Morgengruß“ vorstellen. Die Mutter von vier Kindern legt großen Wert auf jahreszeitlich bedingte Zubereitung. „Schließlich koche ich zu Weihnachten auch keinen Spargel“, sagt sie, die ihre Marmeladen-Träume im Keller ihres Hauses in der Neuenburger Lilienstraße verwirklicht. Hier lagern auch die Gläser – „Mit 80 habe ich angefangen, jetzt sind es mindestens 200 pro Veranstaltung“ –, die sie vor dem Verkauf hübsch verziert. Wobei Ilona Heers es wichtig findet, ihre Stände mit selbst gefertigten Türkränzen, Sträußen oder anderen dekorativen Dingen auszuschmücken, denn bei aller Liebe zur Marmelade, „nur Marmelade wäre doch irgendwie langweilig“.

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