Navigation überspringen
nordwest-zeitung

Kommunalpolitik in der Gemeinde Apen Windkraft: Apen will Heft des Handelns behalten

Der Druck wird größer: Bislang gibt es in der Gemeinde Apen vier Windkraftanlagen (Symbolbild), die an der Kreisgrenze zu Uplengen stehen. In der nächsten Bau- und Planungsausschusssitzung geht es um zukunftsgerichtete planerische Grundlagen.

Der Druck wird größer: Bislang gibt es in der Gemeinde Apen vier Windkraftanlagen (Symbolbild), die an der Kreisgrenze zu Uplengen stehen. In der nächsten Bau- und Planungsausschusssitzung geht es um zukunftsgerichtete planerische Grundlagen.

Apen/Godensholt - Es wird eine Mammutsitzung, das steht jetzt schon fest. Denn die Liste der Themen, mit denen sich am nächsten Dienstag, 6. Juli, der Aper Bau- und Planungsausschuss beschäftigt, ist lang, die Unterlagen zählen weit über 1000 Seiten. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr in der Sporthalle Godensholt. „Wir wollen eine ganze Reihe von mehrjährigen Verfahren beenden und uns bei anderen auf den Weg machen“, so Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl.

Anlagen repowern?

Auf den Weg machen – um das Heft des Handelns in der Hand zu behalten – will sich die Gemeinde in Sachen Windkraft. Bislang gibt es vier Anlagen in Augustfehn II und III, die an der Gemeindegrenze zu Uplengen zum Windpark Fehnland gehören. Die dortigen Anlagen – die meisten stehen auf ostfriesischem Grund – sollen repowert werden (das heißt abgerissen und durch leistungsstärkere, bis 200 Meter hohe Anlagen ersetzt werden). Außerdem soll der Windpark erweitert werden. Die vier kleinen Anlagen auf Aper Gebiet sind wahrscheinlich nicht zu repowern, weil die Abstände für größere Anlagen zur Wohnbebauung zu klein wären.

Investor will bauen

 

Der Druck, dass auch in der Gemeinde Apen mehr Windkraftanlagen entstehen, steigt. Bund und Land fordern einen starken Ausbau der Windenergie, ein Investor will in Vreschen-Bokel (Westermoor) und Klauhörn Windkraftanlagen herrichten. Bislang ist im nach wie vor gültigen Aper Flächennutzungsplan nur die Fläche zur Kreisgrenze nach Uplengen für Windkraftanlagen ausgewiesen.

Da der Landkreis Ammerland derzeit das Regionale Raumordnungsprogramm neu aufstellt und dabei Vorranggebiete für Windenergienutzung ausweisen muss, will nun auch die Gemeinde planungsrechtlich reagieren.

Dichtekonzept umsetzen

 

Ferner geht es am Dienstag um Bebauungspläne in Augustfehn (darunter auch den für die Stettiner Straße). Diese werden im Zusammenhang mit dem Dichtekonzept überarbeitet, die Verdichtungsmöglichkeiten in Bereichen mit vielen Einfamilienhäusern sollen dort eingeschränkt werden. Die letzten planungsrechtlichen Schritte sollen zudem für das Neubauprojekt „Bau von zwölf zweigeschossigen Reihenhäusern“ auf dem ehemaligen Aper Raiffeisengelände erfolgen.

Beraten wird auch über die Grundlagen für die Erschließung des Dockgeländes. Des Weiteren beschäftigt sich der Ausschuss auch mit den planungsrechtlichen Voraussetzungen für mittel- und langfristige Erweiterungspläne der Tagespflege und des Pflegedienstes de Regt in Augustfehn II sowie der Firma AMF Bruns in Apen.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von Happy-End

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden