Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

32. Internationales Filmfest Emden-Norderney Neue Schnipsel und Splitter vom Festival

Explosiver Film, schöne Gegend: Szene aus „Everybody Hates Johan“. Das Setting des norwegischen Films lockte beim Emder Filmfest die Fremdenführer-Qualitäten von Gassco-General Manager Alf Christian Haugland hervor: „Achten Sie bitte auch auf die Landschaft!“

Explosiver Film, schöne Gegend: Szene aus „Everybody Hates Johan“. Das Setting des norwegischen Films lockte beim Emder Filmfest die Fremdenführer-Qualitäten von Gassco-General Manager Alf Christian Haugland hervor: „Achten Sie bitte auch auf die Landschaft!“

Norwegian Film Institute

Emden - Sie geben dem Emder Filmfest immer einen Schuss Extra-Würze: Beobachtungen und nette Begebenheiten am Rande, aufgeschnappte Bemerkungen, witzige Talk-Pointen. Hier unsere Filmfest-Splitter 2022 – Teil 2:

Norwegen-Guide

Bevor es beim Film „Everybody Hates Johan“ im vhs-Forum explosiv zur Sache ging, vermeldete General Manager Alf Christian Haugland vom norwegischen Energiekonzern Gassco Beruhigendes. „Wir werden auch weiter Gas in großer Menge über Dornum und Emden nach Deutschland liefern“, sagte er vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise. „Aber wir liefern auch Filme“, schlug er den Bogen elegant zum Filmfest, wo Gassco traditionell zum norwegischen Abend einlud. Dabei outete sich Haugland nicht nur als Riesenfan von Hauptdarsteller Pål Sverre Hagen, sondern empfahl sich mit dem Tipp „Achten Sie im Film auf die Landschaft: die Insel Frøya und die Küstenlinie von Trøndelag“ auch als Touri-Guide.

<p>                <div>                        Das trägt man heute: Zur Filmfest-Preisgala kombinierte Schauspielpreisträgerin Meret Becker grüne Glitzersocken zum Retro-Turnschuh.                     </div>            </p>

Das trägt man heute: Zur Filmfest-Preisgala kombinierte Schauspielpreisträgerin Meret Becker grüne Glitzersocken zum Retro-Turnschuh.

Gurt und Glitzer

Meret Becker (Trägerin des Emder Schauspielpreises 2022) freute sich nach dem Filmtee im vhs-Forum riesig über ihr Ottifanten-Präsent und das auch aus ganz praktischen Gründen. Sie hatte nämlich aus Versehen das Gurtgeschirr für ihren gar nicht mitgereisten Hund „Taxi“ dabei. „Da habe ich noch gesagt: Ich kaufe mir einen Ottifanten und gurte den an.“ Bei der Preisgala am Sonntag setzte sie noch einen kühnen Mode-Akzent und trug grüne Glitzersocken zum Retro-Turnschuh.

Oben auf der Tee-Skala

Auch gemessen in Tee-Einheiten, spielt Meret Becker in der höchsten Liga. Etwa 40 bis 50 Kannen à 1,1 Liter ihrer Broken-Silber-Mischung schenkten Celine Thiele, ihr Sohn Lennart und acht weitere Mitarbeiterinnen aus, um den Star-Gast wie auch die 190 Besucher des Filmtalks gut zu versorgen. „Das ist in etwa die gleiche Größenordnung wie bei Jürgen Vogel und Ulrich Tukur“, sagte die Chefin.

<p>                <div>                        Verlebte ihre früheste Kindheit in Widdelswehr: die niederländische Regisseurin Saskia Diesing (rechts), die im Mitternachtstalk mit Jenni Zylka über ihren Wettbewerbsfilm „Judgement Call“ sprach.                      </div>            </p>

Verlebte ihre früheste Kindheit in Widdelswehr: die niederländische Regisseurin Saskia Diesing (rechts), die im Mitternachtstalk mit Jenni Zylka über ihren Wettbewerbsfilm „Judgement Call“ sprach.

Homecoming

Für die niederländische Regisseurin Saskia Diesing („Judgment Call“) war das Emder Filmfest wie ein Nachhause-Kommen. In Winschoten geboren, hat sie ihre ersten acht Lebensjahre im Ortsteil Widdelswehr verbracht, bevor sie mit der Mutter nach Groningen zog. Seither habe sich einiges hier verändert, fand die 49-Jährige, die schon 2015 mit dem teils im Emder Klinikum und Apollo gedrehten Film „Nena“ beim Festival war. Rund um den Delft sei heute viel mehr los, als sie es von früher noch in Erinnerung habe, erzählte sie unserer Zeitung am Rande des Mitternachtstalks.

<p>                <div>                        Konsequent und resolut: die schwedische Regisseurin Annika Appelin („Tuesday Club“).                      </div>            </p>

Konsequent und resolut: die schwedische Regisseurin Annika Appelin („Tuesday Club“).

Dann eben Schublade

Annika Appelins Skript-Idee für den „Tuesday Club“ über gutes Essen und das Leben, die Liebe und die Freundschaft von drei Freundinnen Anfang 60 schlummerte geschlagene 18 Jahre in der berühmten Schublade. Nicht, weil das Buch kein Interesse fand, sondern weil es damals von den (männlichen) Entscheidern eine Filmfinanzierung nur gegeben hätte, wenn sie ihre Protagonistinnen verjüngt hätte. „Auf 35 Jahre oder so.“ Doch das war mit der resoluten Schwedin (die gerade in Dänemark eine neue „Dan Sommerdahl“-Folge fürs Fernsehen dreht) nicht zu machen. Nun aber war die Zeit reif – und bei der Premiere am Samstag im vollen CineStar 5 saßen auch etliche Männer.

Weiter geht’s

Am Mittwoch ist für die Filmfans in Emden Schluss mit der fünften Jahreszeit. Doch mit dem Festival verhält es sich so wie beim Fußball: Nach dem Filmfest ist vor dem Filmfest. Und so steht der Termin für die 33. Ausgabe bereits fest: 7. bis 14. Juni 2023.

Gaby Wolf
Gaby Wolf Emder Zeitung
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Dortmunds Karim Adeyemi (Mitte l) in Aktion. Der BVB setzt sich ein zweites Mal gegen Paris Saint-Germain durch und steht damit im Finale der Champions League.

SIEG GEGEN PARIS SAINT-GERMAIN Dortmund steht im Finale der Champions League

Heinz Büse Jan Mies
Paris
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg